Gelenkwelle DIN 808 einfach, mit Gleitlager
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EAN: 4045525378919
Ganter: DIN 808-50-K25-108-EG
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Gelenkwellen DIN 808 einfach mit Gleitlager für winklige Drehmomentübertragung
Gelenkwellen DIN 808 einfach mit Gleitlager sind robuste Kreuzgelenke für die Übertragung von Drehbewegungen und Drehmomenten zwischen zwei nicht exakt fluchtenden Wellen. Sie werden eingesetzt, wenn ein Winkelversatz zwischen Antriebswelle und Abtriebswelle ausgeglichen werden muss und eine kompakte, mechanisch einfache Verbindung benötigt wird. Typische Einsatzbereiche sind Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Sondermaschinenbau, Fördertechnik, Handverstellungen, Stelltriebe, Apparatebau, Betriebsmittelbau und Instandhaltung.
Die einfache Gelenkwelle besteht aus zwei Gelenkgabeln und einem Kreuzstück. Durch diese Bauform kann die Drehbewegung auch dann übertragen werden, wenn die angeschlossenen Wellen nicht auf einer geraden Achse liegen. Die Ausführung mit Gleitlager eignet sich besonders für Anwendungen mit niedrigen bis mittleren Drehzahlen, begrenzter Einschaltdauer, manueller Betätigung oder Stellbewegungen. Für hohe Drehzahlen, größere Belastungen oder lange Laufzeiten sollte geprüft werden, ob eine Ausführung mit Nadellager oder eine Doppelgelenkwelle technisch besser geeignet ist.
Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Gelenkwellen ist die richtige technische Auswahl entscheidend: Bohrung, Außendurchmesser, Länge, Anschlussform, Werkstoff, Schwenkwinkel, Drehmoment, Drehzahl, Schmierung und Einbausituation müssen zusammenpassen. So wird aus einem Normteil eine zuverlässige Verbindungslösung für Konstruktion, Fertigung und Instandhaltung.
Funktion einer einfachen Gelenkwelle nach DIN 808
Eine einfache Gelenkwelle nach DIN 808 überträgt eine Drehbewegung über ein Kreuzgelenk. Das zentrale Kreuzstück verbindet zwei Gelenkgabeln beweglich miteinander. Dadurch kann ein Winkel zwischen Antriebs- und Abtriebswelle ausgeglichen werden. Solche Gelenke werden auch als Kreuzgelenke, Kardangelenke, Universalgelenke oder Wellengelenke bezeichnet.
Bei einfachen Kreuzgelenken ist zu beachten, dass die Drehbewegung bei größerem Beugewinkel nicht vollkommen gleichförmig übertragen wird. Dieser sogenannte Kardanfehler nimmt mit steigendem Arbeitswinkel zu. Deshalb sollten einfache Gelenkwellen möglichst mit kleinen Arbeitswinkeln betrieben werden, wenn eine gleichmäßige Drehbewegung wichtig ist. Für Anwendungen mit höheren Anforderungen an Gleichlauf, Laufruhe oder Versatzausgleich können Doppelgelenkwellen sinnvoll sein.
Ausführung mit Gleitlager
Gelenkwellen mit Gleitlager sind konstruktiv einfach, robust und wirtschaftlich. Die gleitgelagerten Kontaktstellen nehmen die Bewegung zwischen Kreuzstück, Stiften und Gelenkgabeln auf. Diese Ausführung ist besonders geeignet für Stellbewegungen, manuelle Verstellungen, kurze Bewegungszyklen, niedrige Drehzahlen und Anwendungen, bei denen keine permanente Hochgeschwindigkeitsrotation stattfindet.
Im Vergleich zu nadelgelagerten Ausführungen sind Gleitlager-Gelenkwellen einfacher aufgebaut und häufig ausreichend für viele Standardaufgaben im Maschinenbau. Bei Dauerlauf, höheren Drehzahlen oder höherem Wirkungsgradbedarf sind nadelgelagerte Gelenke jedoch oft die bessere Wahl. Die Auswahl sollte daher immer anhand von Drehzahl, Arbeitswinkel, Drehmoment und Einschaltdauer erfolgen.
Varianten und Anschlussformen
Gelenkwellen DIN 808 sind in unterschiedlichen Größen, Längen und Anschlussformen erhältlich. Die Auswahl richtet sich nach Wellendurchmesser, Bauraum, Drehmomentanforderung und Art der Verbindung zur Welle.
- Mit Bohrung: für zylindrische Wellen und anwendungsspezifische Befestigung.
- Mit Nabennut: für formschlüssige Drehmomentübertragung mit Passfeder nach DIN 6885.
- Mit Vierkant: für Verstellspindeln, Handkurbeln, Stellachsen oder einfache Steckverbindungen.
- Einfache Ausführung: mit einem Kreuzgelenk für Winkelversatz zwischen zwei Wellen.
- Doppelte Ausführung: mit zwei Kreuzgelenken, wenn größerer Versatz oder gleichmäßigere Bewegung erforderlich ist.
- Stahl-Ausführung: für universelle Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau.
- Edelstahl-Ausführung: für korrosionskritische, feuchte oder reinigungsintensive Umgebungen.
Werkstoff, Oberfläche und Belastbarkeit
Gelenkwellen DIN 808 mit Gleitlager werden häufig aus Stahl gefertigt. Gelenkkörper, Stifte, Lagerbuchsen oder Kreuzstücke können je nach Ausführung gehärtet oder einsatzgehärtet sein. Dadurch wird die Verschleißfestigkeit im Lagerbereich verbessert. Für korrosionskritische Einsatzbereiche sind Edelstahlvarianten verfügbar, zum Beispiel für Lebensmitteltechnik, Verpackungstechnik, Medizintechnik, Labortechnik oder Außenanwendungen.
Die Belastbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab: Drehmoment, Drehzahl, Arbeitswinkel, Schmierung, Einschaltdauer, Lagerausführung und Einbaulage. Bei Gleitlager-Gelenkwellen sollte besonders auf ausreichende Schmierung und realistische Betriebsbedingungen geachtet werden. Je größer der Beugewinkel und je höher die Drehzahl, desto stärker steigen Reibung, Verschleiß und ungleichförmige Bewegung.
Auswahlkriterien für die richtige Gelenkwelle
Für die Auswahl einer Gelenkwelle DIN 808 sollten nicht nur die Anschlussmaße betrachtet werden. Entscheidend ist, ob die Gelenkwelle zur tatsächlichen mechanischen Belastung und zum Bewegungsablauf passt.
- Wellendurchmesser: muss zur vorhandenen Welle oder Stellachse passen.
- Bohrung und Toleranz: beeinflussen Sitz, Rundlauf und Montagesicherheit.
- Außendurchmesser: bestimmt Bauraum, Festigkeit und Kollisionsfreiheit.
- Länge: muss zur Einbausituation und Kupplungsposition passen.
- Anschlussform: Bohrung, Nabennut oder Vierkant passend zur Kraftübertragung wählen.
- Arbeitswinkel: möglichst klein halten, um Kardanfehler und Verschleiß zu reduzieren.
- Drehmoment: muss zur Anwendung und Sicherheitsreserve passen.
- Drehzahl: Gleitlager eher für niedrige bis mittlere Drehzahlen einsetzen.
- Schmierung: bei regelmäßiger Bewegung und Last unbedingt berücksichtigen.
- Umgebung: Stahl für Standardanwendungen, Edelstahl bei Korrosionsanforderungen.
Montage und technische Hinweise
Die Gelenkwelle sollte spannungsfrei montiert werden. Die angeschlossenen Wellen müssen sauber ausgerichtet sein, auch wenn ein Winkelversatz ausgeglichen wird. Ein Gelenk darf nicht als Ersatz für eine grundsätzlich falsche Konstruktion verwendet werden. Der zulässige Arbeitswinkel, die maximal übertragbaren Drehmomente und die Betriebsdrehzahl müssen zur Anwendung passen.
Bei der Montage mit Passfedernut ist auf eine passende Passfeder nach DIN 6885 zu achten. Bei Vierkantanschlüssen muss der Vierkant spielfrei genug sitzen, damit keine stoßartigen Belastungen entstehen. Bei Bohrungsausführungen ist die vorgesehene Befestigung gegen Verdrehen und axiales Verschieben konstruktiv zu berücksichtigen, zum Beispiel über Querbohrung, Stift, Klemmung oder andere geeignete Verbindungselemente.
Technische Anwendungsbeispiele
- Handverstellung an Maschinen: Eine Handkurbel treibt eine Stellspindel an, obwohl Kurbelachse und Spindelachse leicht winklig zueinander stehen.
- Fördertechnik: Stellachsen für Führungen, Anschläge oder Seitenverstellungen werden über ein Kreuzgelenk verbunden.
- Vorrichtungsbau: Eine Spann- oder Positionierbewegung wird um eine Störkante herum übertragen.
- Sondermaschinenbau: Drehbewegungen werden in beengten Bauräumen zwischen versetzten Wellen weitergeleitet.
- Instandhaltung: Verschlissene oder beschädigte Wellengelenke können als Normteil ersetzt werden, ohne eine komplette Baugruppe neu zu konstruieren.
- Apparatebau: Kleine Stellbewegungen werden über zylindrische Wellen oder Vierkantanschlüsse übertragen.
Praxisnutzen für Einkauf, Konstruktion und Instandhaltung
Für Konstrukteure bieten Gelenkwellen DIN 808 eine normnahe, gut vergleichbare Lösung für winklige Drehmomentübertragung. Für Instandhalter sind sie interessant, weil viele Varianten schnell identifizierbar und austauschbar sind. Für technische Einkäufer erleichtert die Normung die Beschaffung, da Maße, Anschlussformen und Ausführungen klar strukturiert sind.
Bei Normteile Leinigen können Gelenkwellen gemeinsam mit passenden Passfedern, Wellen, Stellgliedern, Kupplungen, Lagern, Schrauben, Sicherungselementen und weiteren Normteilen beschafft werden. Es gibt keine Mindestbestellwerte. Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das spart Zeit, reduziert Lieferantenaufwand und vereinfacht die Beschaffung für Einzelbedarf, Ersatzteilversorgung und Projektmengen.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie eine Gelenkwelle DIN 808 mit Gleitlager, wenn eine robuste und wirtschaftliche Verbindung für winklige Drehmomentübertragung bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen benötigt wird. Prüfen Sie vor der Bestellung Wellendurchmesser, Anschlussform, Arbeitswinkel, Drehmoment, Einbaulänge, Schmierung und Umgebung. Bei Dauerlauf, hohen Drehzahlen oder hohen Anforderungen an Wirkungsgrad und Laufruhe sollte eine nadelgelagerte Ausführung oder eine Doppelgelenkwelle geprüft werden.
FAQ zu Gelenkwellen DIN 808 einfach mit Gleitlager
1. Was ist eine Gelenkwelle DIN 808 einfach mit Gleitlager?
Eine Gelenkwelle DIN 808 einfach mit Gleitlager ist ein einfaches Kreuzgelenk zur Übertragung von Drehbewegungen zwischen zwei winklig zueinander stehenden Wellen. Die beweglichen Kontaktstellen sind als Gleitlager ausgeführt.
2. Wofür werden Gelenkwellen nach DIN 808 eingesetzt?
Sie werden eingesetzt, um Drehmomente zwischen nicht fluchtenden Wellen zu übertragen. Typische Anwendungen sind Handverstellungen, Stellachsen, Vorrichtungen, Sondermaschinen, Apparatebau und Instandhaltung.
3. Was bedeutet einfache Ausführung?
Eine einfache Ausführung besitzt ein Kreuzgelenk. Sie eignet sich für begrenzten Winkelversatz zwischen zwei Wellen. Wenn größere Versätze oder gleichmäßigere Drehbewegungen erforderlich sind, kann eine Doppelgelenkwelle sinnvoll sein.
4. Was ist der Unterschied zwischen Gleitlager und Nadellager?
Gleitlager sind einfach, robust und wirtschaftlich. Sie eignen sich besonders für niedrige bis mittlere Drehzahlen und Stellbewegungen. Nadellager bieten bei geeigneten Bedingungen einen höheren Wirkungsgrad und sind eher für höhere Drehzahlen oder häufigere Bewegung geeignet.
5. Welche Anschlussformen gibt es bei Gelenkwellen DIN 808?
Typisch sind Ausführungen mit zylindrischer Bohrung, mit Nabennut für Passfederverbindungen oder mit Vierkantanschluss. Die Auswahl hängt davon ab, wie das Drehmoment in die Welle eingeleitet werden soll.
6. Praxisfall Handverstellung: Wann ist eine Gelenkwelle sinnvoll?
Wenn eine Handkurbel oder ein Handrad nicht direkt in einer Linie mit der Stellspindel liegt, kann eine Gelenkwelle den Winkelversatz ausgleichen. So bleibt die Bedienung zugänglich, auch wenn der Bauraum beengt ist.
7. Praxisfall Vorrichtungsbau: Warum werden Kreuzgelenke dort verwendet?
Im Vorrichtungsbau müssen Bewegungen oft um Störkonturen, Grundplatten oder Aufbauten herum übertragen werden. Eine Gelenkwelle ermöglicht die Drehmomentübertragung auch dann, wenn Wellen nicht exakt fluchten.
8. Praxisfall Instandhaltung: Worauf muss beim Ersatz geachtet werden?
Beim Austausch sollten Wellendurchmesser, Außendurchmesser, Länge, Anschlussform, Nut, Vierkantmaß, Werkstoff und Bauform geprüft werden. Zusätzlich müssen Arbeitswinkel, Drehzahl und Belastung zur neuen Gelenkwelle passen.
9. Muss eine Gelenkwelle mit Gleitlager geschmiert werden?
Bei bewegten und belasteten Anwendungen ist Schmierung wichtig, um Reibung und Verschleiß zu reduzieren. Die konkreten Schmierintervalle hängen von Drehzahl, Last, Einschaltdauer, Umgebung und Herstellerangaben ab.
10. Kann ich Gelenkwellen DIN 808 mit weiteren Normteilen zusammen bestellen?
Ja. Bei Normteile Leinigen können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Es gibt keine Mindestbestellwerte, sodass Einzelstücke, Ersatzteile und gemischte Projektbedarfe wirtschaftlich beschafft werden können.
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