Klemmringe geteilt
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EAN: 4059245156122
Kipp: K0612.00601
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Klemmringe geteilt K0612 für sichere Wellenklemmung ohne Beschädigung der Welle
Geteilte Klemmringe K0612 sind präzise Maschinenelemente zur axialen Fixierung, Positionierung und Begrenzung auf Wellen, Achsen, Führungsstangen, Spindeln und Rundmaterialien. Sie werden im Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Anlagenbau, Gerätebau, in der Montagetechnik, Prüftechnik, Fördertechnik und Instandhaltung eingesetzt, wenn Bauteile sicher gehalten, Anschläge definiert oder Lager, Hebel, Räder, Rollen, Scheiben und Verstellelemente auf einer Welle positioniert werden sollen.
Normteile Leinigen führt geteilte Klemmringe K0612 als Produktgruppe in verschiedenen Innendurchmessern, Außendurchmessern, Breiten und Werkstoffausführungen. Die Produktgruppe umfasst Varianten aus Stahl, Edelstahl 1.4305, Edelstahl 1.4404 und Aluminium. Durch die geteilte Bauform lässt sich der Klemmring montieren, ohne dass die Welle demontiert oder von der Seite vollständig zugänglich sein muss. Das ist besonders praktisch bei Reparaturen, Nachrüstungen und bestehenden Baugruppen.
Funktion und technischer Nutzen geteilter Klemmringe
Ein geteilter Klemmring umschließt die Welle durch zwei Klemmhälften beziehungsweise eine geteilte Bauform und wird über eine Zylinderschraube nach DIN 912 zusammengezogen. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Klemmkraftverteilung rund um die Welle. Im Gegensatz zu Stellringen mit Gewindestift drückt kein einzelner Schraubenpunkt direkt in die Wellenoberfläche. Die Welle wird dadurch geschont und kann ohne Kerben, Druckstellen oder lokale Beschädigungen fixiert werden.
Der technische Nutzen liegt in der kraftschlüssigen, lösbaren und wiederverwendbaren Befestigung. Geteilte Klemmringe können hohe Haltekräfte erzeugen, lassen sich exakt positionieren und bei Bedarf wieder lösen oder verschieben. Sie eignen sich deshalb sehr gut als Wellenanschlag, Lageranschlag, Distanzring, Begrenzungselement, Klemmnabe oder Positionierelement in Maschinen und Vorrichtungen.
Geteilte Bauform für Montage ohne Wellendemontage
Der wichtigste Vorteil geteilter Klemmringe ist die einfache Montage an bereits eingebauten Wellen. Während geschlossene Stellringe axial über das Wellenende geschoben werden müssen, können geteilte Klemmringe radial aufgesetzt und verschraubt werden. Das spart Montagezeit und reduziert Stillstandzeiten, besonders bei Wartung, Nachrüstung oder Reparatur.
In der Praxis ist das entscheidend, wenn Lager, Kupplungen, Zahnräder, Riemenscheiben, Führungen oder Maschinenteile bereits montiert sind und nicht demontiert werden sollen. Der Klemmring wird an der gewünschten Position aufgesetzt, ausgerichtet und über die Zylinderschraube gespannt. Dadurch entsteht eine sichere Verbindung, ohne die Welle zu beschädigen.
Werkstoffe, Oberflächen und Schrauben
Geteilte Klemmringe K0612 sind in mehreren Werkstoffausführungen erhältlich. Stahlvarianten sind brüniert und werden mit Schrauben aus Stahl 12.9 geliefert. Edelstahl 1.4305 ist blank ausgeführt und wird mit Schrauben aus Edelstahl A2-70 kombiniert. Edelstahl 1.4404 ist ebenfalls blank und wird mit Schrauben aus Edelstahl A4-70 geliefert. Aluminiumvarianten sind blank und besitzen Schrauben aus Edelstahl A2-70.
Die Wahl des Werkstoffs richtet sich nach Belastung, Umgebung, Korrosionsanforderung, Gewicht und optischem Anspruch. Stahl brüniert ist robust und wirtschaftlich für viele Standardanwendungen im Innenbereich. Edelstahl 1.4305 eignet sich für korrosionsbeständigere Maschinenumgebungen. Edelstahl 1.4404 ist bei stärkerer Korrosionsbeanspruchung, Feuchtigkeit oder anspruchsvolleren Medien die bessere Wahl. Aluminium ist leicht, blank ausgeführt und sinnvoll, wenn geringes Gewicht oder reduzierte Massenträgheit gewünscht ist.
Varianten, Innendurchmesser und Abmessungen
Die Produktgruppe K0612 umfasst zahlreiche Innendurchmesser für unterschiedliche Wellen und Achsen. Typische Innendurchmesser reichen bei dieser Baureihe von 4 mm bis 50 mm. Je nach Größe variieren Breite B, Schraubengröße C nach DIN 912, Außendurchmesser D2 und Radius R. Kleine Klemmringe eignen sich für kompakte Geräte, Führungsstangen und leichte Positionieraufgaben. Größere Klemmringe werden an robusteren Wellen, Maschinenachsen, Lagerstellen und Vorrichtungselementen eingesetzt.
Die Variante K0612.00401 ist beispielsweise ein geteilter Klemmring aus Stahl für Wellendurchmesser 4 mm. Technische Daten nennen B 9 mm, Schraube M3x8 nach DIN 912, D1 4 mm, D2 16 mm und R 20,7 mm. Produktgruppenbezogen ist jedoch entscheidend: Innendurchmesser, Wellentoleranz, Werkstoff, Einbauraum, Haltekraft und Montagezugänglichkeit müssen zur Anwendung passen.
Wellentoleranz und Passung
Für eine sichere und maßgenaue Klemmung sollte die Wellentoleranz zur Klemmringausführung passen. Herstellerhinweise nennen für geteilte Klemmringe K0612 eine empfohlene Wellentoleranz innerhalb h11. Eine passende Wellengeometrie verbessert den Sitz, die Rundlaufqualität und die Haltewirkung des Klemmrings.
Die Welle sollte sauber, gratfrei und frei von starken Beschädigungen sein. Riefen, Späne, Schmutz, Beschichtungsreste oder starke Maßabweichungen können die Klemmwirkung reduzieren oder den Klemmring schief sitzen lassen. Für präzise Positionieraufgaben sollten Welle, Klemmring und angrenzende Bauteile gemeinsam betrachtet werden.
Typische Einsatzbereiche
- Maschinenbau: axiale Fixierung von Lagern, Führungen, Hebeln, Scheiben, Rollen, Rädern und Maschinenelementen auf Wellen.
- Vorrichtungsbau: Positionieren von Anschlägen, Werkstückauflagen, Führungsstangen, Klemmstellen und Wechselaufnahmen.
- Fördertechnik: Begrenzen und Sichern von Rollen, Abstandshaltern, Führungen, Seitenanschlägen und Transportelementen.
- Montagetechnik: verstellbare Anschläge, Höhenbegrenzungen, Positionierungen und lösbare Wellenbefestigungen.
- Prüftechnik: reproduzierbare Anschläge an Messschlitten, Prüfadaptern, Führungsachsen und Positioniereinheiten.
- Gerätebau: kompakte Wellenanschläge und Distanzierungen an kleinen Achsen, Bedienwellen und Mechaniken.
- Instandhaltung: Nachrüstung oder Ersatz von Stellringen, ohne die Welle oder angrenzende Baugruppen demontieren zu müssen.
Auswahlkriterien für den passenden geteilten Klemmring
Bei der Auswahl eines geteilten Klemmrings K0612 sollten Wellendurchmesser, Werkstoff, Breite, Außendurchmesser, Schraubengröße, Haltekraft, Wellentoleranz, Umgebung und Montagezugang gemeinsam betrachtet werden. Der Klemmring muss die Welle sicher umschließen und zur mechanischen Belastung der Anwendung passen.
- Innendurchmesser D1: passend zum Wellendurchmesser und zur Wellentoleranz auswählen.
- Werkstoff: Stahl für robuste Standardanwendungen, Edelstahl bei Korrosionsanforderung, Aluminium bei geringem Gewicht.
- Breite B: beeinflusst Auflagefläche, Klemmwirkung und Bauraum.
- Außendurchmesser D2: auf Bauraum, Kollisionsfreiheit und angrenzende Bauteile abstimmen.
- Schraube: Zylinderschraube nach DIN 912 passend zur jeweiligen Größe verwenden.
- Wellentoleranz: möglichst innerhalb h11 für sichere Klemmung und maßgenauen Sitz.
- Belastung: axiale Kräfte, Schwingungen, Drehbewegungen und Haltefunktion berücksichtigen.
- Montage: geteilte Bauform wählen, wenn die Welle nicht demontiert werden soll.
Montage und konstruktive Hinweise
Der geteilte Klemmring wird an der gewünschten Position um die Welle gelegt und mit der Zylinderschraube gespannt. Die Welle sollte sauber, trocken, maßhaltig und frei von groben Beschädigungen sein. Vor dem endgültigen Anziehen ist die Position zu prüfen, da der Klemmring nach dem Spannen hohe Haltekräfte erzeugen kann.
Die Schraube sollte mit geeignetem Werkzeug gleichmäßig angezogen werden. Bei wiederholter Montage sind Schraube und Gewinde auf Verschleiß zu prüfen. Bei Vibrationen oder dynamischer Belastung kann eine geeignete Schraubensicherung sinnvoll sein. Der Klemmring sollte nicht über scharfe Kanten, starke Riefen oder verformte Wellenbereiche gespannt werden, da dies die Klemmung und den Rundlauf beeinträchtigen kann.
Praxisbeispiele für geteilte Klemmringe K0612
Lageranschlag an einer Welle: Ein Lager soll axial auf einer Welle gesichert werden, ohne eine Nut oder einen Sicherungsring einzubringen. Der geteilte Klemmring wird nachträglich montiert und fixiert das Lager kraftschlüssig.
Nachrüstung in der Instandhaltung: An einer bestehenden Maschine fehlt ein Anschlag auf einer Führungsstange. Da die Welle nicht ausgebaut werden soll, wird ein geteilter Klemmring radial montiert und direkt an der benötigten Position gespannt.
Verstellbarer Anschlag im Vorrichtungsbau: Ein Anschlag auf einer Rundstange muss flexibel positioniert werden. Der Klemmring lässt sich lösen, verschieben und wieder festsetzen, ohne die Welle zu beschädigen.
Begrenzung in der Fördertechnik: Eine Rolle oder ein Abstandselement wird auf einer Achse axial begrenzt. Der Klemmring übernimmt die Positionierung und lässt sich bei Umbauten schnell versetzen.
Geteilte Klemmringe im Vergleich zu Stellringen mit Gewindestift
Stellringe mit Gewindestift sind einfach und kompakt, klemmen jedoch punktuell über eine Schraubenspitze auf die Welle. Dadurch können Druckstellen, Kerben oder Beschädigungen entstehen. Geteilte Klemmringe verteilen die Klemmkraft gleichmäßiger über den Wellenumfang und schonen die Wellenoberfläche.
Wenn eine Welle wiederverwendet, exakt positioniert oder nicht beschädigt werden soll, ist ein geteilter Klemmring meist die technisch bessere Lösung. Außerdem lässt sich die geteilte Ausführung ohne Demontage der Welle montieren. Stellringe mit Gewindestift können weiterhin sinnvoll sein, wenn der Bauraum sehr eng ist, die Wellenoberfläche unkritisch ist oder eine sehr einfache Standardlösung ausreicht.
Klemmringe im Vergleich zu geschlossenen Klemmringen und Schnellspann-Klemmringen
Geschlossene Klemmringe müssen axial über das Wellenende aufgeschoben werden. Das ist bei Neuaufbau einer Baugruppe einfach, bei bestehenden Maschinen aber oft unpraktisch. Geteilte Klemmringe lassen sich dagegen radial montieren und sind deshalb besonders servicefreundlich.
Schnellspann-Klemmringe werden über einen Exzenterhebel geklemmt und können ohne Werkzeug schnell verstellt werden. Sie eignen sich für häufige manuelle Positionswechsel. Geteilte Klemmringe K0612 sind dagegen besonders robust, präzise und für dauerhaft sichere Klemmung mit Schraubverbindung geeignet.
Belastung, Haltekraft und Sicherheit
Die Haltekraft eines Klemmrings hängt von Wellendurchmesser, Werkstoff, Schraubenvorspannung, Reibwert, Oberflächenzustand und Belastungsrichtung ab. Geteilte Klemmringe können sehr hohe Klemm- und Verschiebekräfte erzeugen, wenn sie korrekt ausgewählt und montiert werden. Trotzdem sollte bei sicherheitsrelevanten Anwendungen geprüft werden, ob zusätzliche formschlüssige Sicherungen, Anschläge oder konstruktive Maßnahmen erforderlich sind.
Bei dynamischen Lasten, Vibrationen, wechselnder Drehrichtung oder hohen axialen Kräften sollte die Verbindung regelmäßig kontrolliert werden. Dabei sind Schraubensitz, Klemmringlage, Wellenoberfläche und mögliche Verschleißspuren zu prüfen. Ein Klemmring ist ein lösbares Klemm- und Positionierelement, ersetzt aber keine fachgerecht berechnete Wellen-Naben-Verbindung für hohe Drehmomente.
Beschaffungsvorteile bei Normteile Leinigen
Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Klemmringen, Stellringen, Wellen, Lagern, Führungen, Kupplungen, Schrauben und technischen C-Teilen ist eine geordnete Beschaffung wichtig, weil häufig mehrere Komponenten aus unterschiedlichen Produktgruppen gemeinsam benötigt werden. Geteilte Klemmringe K0612 können gemeinsam mit Stellringen, Lagern, Wellen, Passfedern, Sicherungselementen, Kupplungen, Schrauben, Muttern, Scheiben, Klemmhebeln, Rastbolzen, Spannelementen, Maschinenfüßen, Federn und weiteren Normteilen beschafft werden.
Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Bestellaufwand, vereinfacht die Disposition und unterstützt technische Einkäufer, Konstrukteure, Fertigungsleiter, Instandhalter, Betriebsleiter und Geschäftsführer bei einer strukturierten Versorgung. Zusätzlich gibt es keine Mindestbestellwerte. Dadurch lassen sich Einzelstücke, Ersatzteile, Muster, Reparaturbedarfe und Projektmengen wirtschaftlich bestellen.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie geteilte Klemmringe K0612, wenn Wellen, Achsen oder Führungsstangen axial positioniert, begrenzt oder geklemmt werden sollen, ohne die Welle zu beschädigen oder zu demontieren. Prüfen Sie vor der Bestellung Innendurchmesser, Wellentoleranz, Werkstoff, Breite, Außendurchmesser, Schraubengröße, Einbauraum, Haltekraft und Umgebungsbedingungen. Für robuste Standardanwendungen ist Stahl brüniert wirtschaftlich, für korrosionskritische Anwendungen Edelstahl 1.4305 oder 1.4404 und für leichte Baugruppen Aluminium sinnvoll.
FAQ zu geteilten Klemmringen K0612
1. Was ist ein geteilter Klemmring?
Ein geteilter Klemmring ist ein lösbares Maschinenelement zur Klemmung auf Wellen oder Achsen. Er wird um die Welle gelegt und mit einer Schraube gespannt, ohne die Welle punktuell durch einen Gewindestift zu beschädigen.
2. Wofür werden geteilte Klemmringe K0612 eingesetzt?
Sie werden als Wellenanschlag, Lageranschlag, Distanzring, Positionierelement, Begrenzung oder lösbare Wellenklemmung im Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Gerätebau, in der Fördertechnik und Instandhaltung eingesetzt.
3. Was ist der Vorteil gegenüber einem Stellring mit Gewindestift?
Ein geteilter Klemmring verteilt die Klemmkraft gleichmäßig um die Welle. Dadurch entstehen hohe Haltekräfte, ohne dass eine Schraubenspitze die Wellenoberfläche beschädigt.
4. Kann ein geteilter Klemmring nachträglich montiert werden?
Ja. Geteilte Klemmringe können radial auf eine bereits eingebaute Welle gesetzt werden. Die Welle muss nicht demontiert oder von einem Ende her zugänglich sein.
5. Welche Werkstoffe sind bei K0612 erhältlich?
Die Produktgruppe umfasst Stahl brüniert, Edelstahl 1.4305 blank, Edelstahl 1.4404 blank und Aluminium blank. Die Schrauben sind je nach Ausführung aus Stahl 12.9, Edelstahl A2-70 oder Edelstahl A4-70.
6. Praxisfall: Eignen sich geteilte Klemmringe als Lageranschlag?
Ja. Ein geteilter Klemmring kann ein Lager axial auf einer Welle begrenzen. Das ist besonders praktisch, wenn keine Nut für einen Sicherungsring vorhanden ist oder eine nachträgliche Montage erforderlich ist.
7. Praxisfall: Können geteilte Klemmringe in der Instandhaltung eingesetzt werden?
Ja. Bei Reparaturen oder Nachrüstungen lassen sich geteilte Klemmringe schnell montieren, ohne angrenzende Bauteile von der Welle abzubauen. Das spart Zeit und reduziert Maschinenstillstand.
8. Praxisfall: Sind geteilte Klemmringe für verstellbare Anschläge geeignet?
Ja. Auf Führungsstangen oder Rundwellen können Klemmringe als verstellbare Anschläge eingesetzt werden. Sie lassen sich lösen, verschieben und wieder festklemmen, ohne die Welle zu beschädigen.
9. Worauf muss bei der Montage geachtet werden?
Die Welle sollte sauber, gratfrei und möglichst innerhalb der empfohlenen Toleranz h11 liegen. Der Klemmring muss flächig anliegen und die Zylinderschraube nach DIN 912 gleichmäßig angezogen werden.
10. Kann ich geteilte Klemmringe K0612 mit anderen Normteilen zusammen bestellen?
Ja. Bei Normteile Leinigen können Klemmringe, Stellringe, Wellen, Lager, Schrauben und alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Es gibt keine Mindestbestellwerte.
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