Kugelrollen mit Gewindebolzen, Höhe H: 50,2
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EAN: 4059245332229
Kipp: K1322.190820
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Kugelrollen mit Gewindebolzen für allseitiges Bewegen, Positionieren und Fördern
Kugelrollen mit Gewindebolzen werden eingesetzt, wenn Werkstücke, Platten, Behälter, Vorrichtungen oder Fördergüter leichtgängig in alle Richtungen bewegt, gedreht, ausgerichtet oder positioniert werden sollen. Sie ermöglichen eine 360 Grad Bewegung auf einer Tragkugel und sind damit besonders geeignet für Fördertechnik, Montagetische, Drehtische, Zuführungen, Werkstückauflagen, Verpackungsanlagen, Prüfstände und Vorrichtungen.
Die Produktgruppe umfasst Kugelrollen mit Gewindebolzen in unterschiedlichen Bauhöhen und Gewindelängen. Je nach Variante unterscheiden sich Einbauhöhe, Gewindebolzenlänge, Tragzahl, Kugeldurchmesser und Anziehdrehmoment. Die Ausführung mit Gewindebolzen ermöglicht eine stabile, einfache und gut reproduzierbare Befestigung über Bohrung und Mutter. Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Kugelrollen ist die richtige Auswahl nach Tragzahl, Einbauhöhe, Lastverteilung, Oberflächenzustand und Umgebungsbedingungen entscheidend.
Funktion von Kugelrollen mit Gewindebolzen
Eine Kugelrolle besteht aus einer großen Lastkugel, die auf kleineren Tragkugeln gelagert ist. Dadurch kann ein aufliegendes Werkstück sehr leicht in jede horizontale Richtung bewegt werden. Im Gegensatz zu klassischen Laufrollen, die hauptsächlich in eine Richtung arbeiten, ermöglichen Kugelrollen eine freie Bewegung in 360 Grad.
Bei der Ausführung mit Gewindebolzen wird die Kugelrolle von unten oder durch eine Bohrung befestigt. Der Gewindebolzen sorgt für eine stabile Verbindung mit der Montageplatte, dem Rahmen oder der Vorrichtung. Diese Bauform ist besonders praktisch, wenn Kugelrollen einzeln, in Reihen oder als Kugelrollentisch angeordnet werden sollen.
Aufbau und Werkstoffe
Kugelrollen der Baureihe K1322 besitzen Kugelelemente aus Edelstahl 1.4021 und ein Gehäuse aus Edelstahl 1.4301. Die Ausführung ist blank. Diese Werkstoffkombination ist robust, korrosionsbeständiger als einfache Stahlausführungen und für viele industrielle Anwendungen mit normaler bis erhöhter Umgebungsbeanspruchung geeignet.
Die Konstruktion umfasst eine Lastkugel und mehrere Tragkugeln. Die geformte Wischdichtung der Tragkugel liegt außen. Sie unterstützt den Schutz gegen Schmutzeintrag und trägt zu einer stabileren Funktion bei. Die Kugelrollen verfügen über einen großen Stützbereich und erreichen durch die Bohrlochbefestigung eine hohe Stabilität und Tragfähigkeit.
Varianten und technische Auswahl
Die Produktgruppe umfasst Varianten mit unterschiedlichen Gewindebolzenlängen. Die Variante K1322.190820 besitzt einen Kugeldurchmesser DK von 19 mm, einen Durchmesser D von 25,4 mm, einen Außendurchmesser D1 von 32,1 mm, ein Gewinde D2 M8, eine Höhe H von 50,2 mm, H1 von 4,7 mm, eine Gewindelänge L von 20 mm und eine Tragzahl C von 250 N. Das Anziehdrehmoment der Schraube wird mit 15 Nm angegeben.
Eine weitere typische Variante ist K1322.190835 mit gleicher Kugel- und Gehäusegeometrie, ebenfalls M8 und 250 N Tragzahl, jedoch mit längerer Bauhöhe H 65,2 mm und Gewindelänge L 35 mm. Damit kann die Befestigung an unterschiedliche Plattenstärken, Unterkonstruktionen und Einbauhöhen angepasst werden.
Tragzahl, Lastverteilung und Sicherheitsreserve
Die Tragzahl einer Kugelrolle gibt an, welche Last sie unter definierten Bedingungen aufnehmen kann. Bei K1322 liegt die Tragzahl je nach Variante bei 250 N. In der Praxis sollte die Last immer auf mehrere Kugelrollen verteilt werden. Dabei sind Gewicht, Schwerpunktlage, Anzahl der Kontaktpunkte, Stöße, dynamische Belastungen und ungleichmäßige Lastverteilung zu berücksichtigen.
Bei einem Kugelrollentisch sollte nicht einfach das Gesamtgewicht durch die Anzahl aller Kugelrollen geteilt werden. Häufig tragen nur einige Kugeln gleichzeitig die Hauptlast, besonders bei unebenen Werkstücken, flexiblen Platten oder Schwerpunktverschiebungen. Deshalb ist eine ausreichende Sicherheitsreserve wichtig.
Einbau mit Gewindebolzen
Die Befestigung erfolgt über den Gewindebolzen. Die Kugelrolle wird durch eine passende Bohrung gesteckt und mit Mutter oder geeigneter Gegenbefestigung gesichert. Diese Montageart ist einfach, stabil und servicefreundlich. Sie eignet sich besonders für Montageplatten, Förderrahmen, Vorrichtungstische und modulare Konstruktionen.
Bei der Montage sollten Bohrungsdurchmesser, Plattenstärke, Gewindelänge und Anziehdrehmoment zusammenpassen. Die Auflagefläche muss ausreichend steif sein, damit sich die Kugelrolle unter Last nicht verkantet. Bei Vibrationen oder dynamischer Belastung kann eine geeignete Schraubensicherung sinnvoll sein.
Einsatzbereiche in Fördertechnik, Maschinenbau und Vorrichtungsbau
Kugelrollen mit Gewindebolzen werden in vielen technischen Bereichen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Fördertechnik, Maschinenbau, Sondermaschinenbau, Anlagenbau, Vorrichtungsbau, Betriebsmittelbau, Verpackungstechnik, Blechbearbeitung, Prüfstandbau, Montagearbeitsplätze, Werkstücktransport und industrielle Instandhaltung.
Sie eignen sich zum Bewegen von Platten, Blechen, Kisten, Werkstückträgern, Vorrichtungen, Palettenauflagen, Gehäusen oder schweren Bauteilen. Durch die allseitige Beweglichkeit können Werkstücke auf einem Tisch verschoben, gedreht, ausgerichtet oder in eine Bearbeitungsposition gebracht werden.
Praxisbeispiele für typische Anwendungen
In einer Montagevorrichtung können mehrere Kugelrollen mit Gewindebolzen in einer Platte montiert werden, damit ein Werkstückträger leicht verschoben und exakt ausgerichtet werden kann. Das erleichtert manuelle Montageprozesse und reduziert Kraftaufwand für den Bediener.
In der Blechbearbeitung können Kugelrollen auf einem Auflagetisch eingesetzt werden, um Stahl- oder Edelstahlbleche in verschiedene Richtungen zu führen. Das Werkstück lässt sich drehen, nachschieben oder seitlich ausrichten, ohne dass es dauerhaft angehoben werden muss.
In einer Verpackungsanlage können Kugelrollen als Übergabepunkte dienen, an denen Kisten, Trays oder Werkstückträger quer zur Förderrichtung positioniert werden. Die Gewindebolzenbefestigung ermöglicht eine stabile Montage und einen einfachen Austausch bei Verschleiß.
Oberfläche des Förderguts und Laufverhalten
Das Laufverhalten hängt stark von der Unterseite des Förderguts ab. Glatte, ebene und ausreichend harte Flächen laufen besonders gut. Raue, weiche, verschmutzte oder unebene Oberflächen erhöhen den Rollwiderstand und können die Kugelrollen ungleichmäßig belasten.
Auch die Materialstärke des Werkstücks spielt eine Rolle. Dünne Bleche können sich durchbiegen und liegen dann nicht gleichmäßig auf allen Kugelrollen auf. In solchen Fällen sollte der Kugelrollenabstand enger gewählt oder eine zusätzliche Auflage vorgesehen werden.
Schmutz, Reinigung und Wartung
Kugelrollen funktionieren am besten in sauberen Umgebungen. Späne, Staub, Schleifpartikel, Klebereste oder abrasive Medien können die Rollfunktion beeinträchtigen. Die außenliegende geformte Wischdichtung unterstützt den Schutz, ersetzt aber keine regelmäßige Reinigung bei stark verschmutzten Anwendungen.
Bei Montagearbeitsplätzen, Verpackungsanlagen oder Prüftischen reicht häufig eine regelmäßige Sicht- und Funktionsprüfung. Bei Anwendungen mit Spänen oder grobem Schmutz sollte geprüft werden, ob eine geschützte Einbaulage, Abdeckungen oder alternative Förderelemente sinnvoll sind.
Vergleich zu Laufrollen, Rollenleisten und Kugelrollentischen
Laufrollen eignen sich besonders für Bewegungen in einer definierten Richtung. Kugelrollen sind dagegen ideal, wenn Werkstücke in alle Richtungen verschoben oder gedreht werden sollen. Rollenleisten bieten eine einfache Linienführung, während Kugelrollentische eine flexible Flächenbewegung ermöglichen.
Kugelrollen mit Gewindebolzen sind besonders geeignet, wenn einzelne Kugelrollen gezielt in eine Platte oder Vorrichtung eingeschraubt werden sollen. Dadurch lassen sich individuelle Kugelrollenfelder, Übergabepunkte und Werkstückauflagen einfach aufbauen.
Auswahlkriterien für technische Einkäufer und Konstrukteure
Für die richtige Auswahl sind folgende Punkte entscheidend: Tragzahl, Anzahl der Kugelrollen, Kugeldurchmesser, Einbauhöhe, Gewindebolzenlänge, Gewindegröße, Montageplatte, Werkstückgewicht, Schwerpunktlage, Oberfläche des Förderguts, Umgebungsbedingungen, Schmutzbelastung und gewünschte Bewegungsrichtung.
Normteile Leinigen unterstützt technische Einkäufer, Disponenten, Konstrukteure, Fertigungsleiter und Instandhalter bei der strukturierten Beschaffung von Kugelrollen, Rollenleisten, Förderelementen, Stabgreifern, Maschinenfüßen, Schrauben, Muttern und weiteren Maschinenelementen. Es gibt keine Mindestbestellwerte. Außerdem können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Bestellaufwand und macht technische Beschaffung deutlich übersichtlicher.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie Kugelrollen mit Gewindebolzen immer nach Tragzahl, Gewindelänge, Einbauhöhe, Werkstückgewicht und tatsächlicher Lastverteilung aus. Planen Sie bei dynamischen Bewegungen, Stößen oder ungleichmäßiger Auflage ausreichend Reserve ein. Für Kugelrollentische und Montageflächen sollten Kugelabstand, Werkstückunterseite und Reinigungssituation frühzeitig berücksichtigt werden. Prüfen Sie vor der Bestellung zusätzlich, ob passende Muttern, Sicherungselemente, Montageplatten oder weitere Förderelemente benötigt werden.
FAQ zu Kugelrollen mit Gewindebolzen
1. Wofür werden Kugelrollen mit Gewindebolzen eingesetzt?
Sie werden zum allseitigen Bewegen, Drehen, Positionieren und Fördern von Werkstücken, Platten, Behältern oder Vorrichtungen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Kugelrollentische, Montageplätze, Förderanlagen und Prüfstände.
2. Was ist der Vorteil gegenüber normalen Laufrollen?
Normale Laufrollen bewegen Güter hauptsächlich in eine Richtung. Kugelrollen ermöglichen Bewegungen in alle Richtungen und sind daher ideal zum Drehen, seitlichen Verschieben und exakten Ausrichten von Werkstücken.
3. Wie werden Kugelrollen mit Gewindebolzen befestigt?
Sie werden durch eine passende Bohrung gesteckt und über den Gewindebolzen mit Mutter oder Gegenbefestigung gesichert. Diese Montageart ist stabil, einfach und gut für Platten oder Rahmen geeignet.
4. Aus welchen Werkstoffen bestehen K1322 Kugelrollen?
Die Kugelelemente bestehen aus Edelstahl 1.4021, das Gehäuse aus Edelstahl 1.4301. Die Ausführung ist blank und für viele industrielle Anwendungen geeignet.
5. Welche Tragzahl hat die Variante K1322.190820?
Die Variante K1322.190820 besitzt eine Tragzahl von 250 N, einen Kugeldurchmesser von 19 mm, ein Gewinde M8 und eine Gewindelänge von 20 mm.
6. Praxisfall: Wie viele Kugelrollen brauche ich für einen Montagetisch?
Das hängt vom Werkstückgewicht, der Schwerpunktlage und der Auflagefläche ab. Wichtig ist, dass nicht immer alle Kugelrollen gleichmäßig tragen. Deshalb sollte mit Sicherheitsreserve geplant und der Kugelabstand passend zur Werkstückgröße gewählt werden.
7. Praxisfall: Eignen sich Kugelrollen für Blechtafeln?
Ja, Kugelrollen eignen sich sehr gut zum Verschieben und Ausrichten von Blechtafeln. Bei dünnen oder durchbiegenden Blechen sollte der Rollenabstand enger gewählt werden, damit die Last gleichmäßiger verteilt wird.
8. Praxisfall: Können Kugelrollen in Verpackungsanlagen eingesetzt werden?
Ja, sie eignen sich für Übergabepunkte, Ausrichtstationen und manuelle Positionierbereiche. Kisten, Trays oder Werkstückträger können dort leicht quer oder diagonal verschoben werden.
9. Was reduziert die Funktion von Kugelrollen?
Schmutz, Späne, Staub, Klebereste, raue Oberflächen, unebene Werkstückunterseiten und Überlastung können die Leichtgängigkeit reduzieren. Regelmäßige Reinigung und richtige Auslegung sind daher wichtig.
10. Warum Kugelrollen bei Normteile Leinigen bestellen?
Normteile Leinigen bietet technische Beschaffung ohne Mindestbestellwert und ermöglicht die Bündelung aller vertriebenen Marken in einer Bestellung. Das erleichtert die Versorgung mit Kugelrollen, Förderelementen, Schrauben, Muttern und weiteren Normteilen.
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