Schubstangenspanner, Größe 70, Form ASS - Druckspannung durch aus Stahl
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EAN: 4045525386594
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GN 844 Schubstangenspanner – maximale Spannkraft in beide Richtungen
Schubstangenspanner aus Stahl sind robuste Schnellspanner für lineare Spannbewegungen. Sie werden eingesetzt, wenn Werkstücke, Anschläge, Schieber, Klappen, Vorrichtungselemente, Prüfaufnahmen oder Maschinenteile durch eine Schubstange gedrückt, gezogen, positioniert oder sicher gehalten werden sollen. Im Gegensatz zu Vertikalspannern oder Horizontalspannern arbeitet der Schubstangenspanner nicht über einen schwenkenden Spannarm, sondern über eine geradlinig bewegte Schubstange. Dadurch eignet sich diese Bauart besonders für Anwendungen mit klar definierter Druck- oder Zugrichtung.
Diese Produktgruppe umfasst Schubstangenspanner in verschiedenen Größen und Formen. Je nach Form wird die Spannkraft entweder in ausgefahrener Schubstangenstellung oder in eingefahrener Schubstangenstellung aufgebaut. Dadurch können die Spanner sowohl für Druckspannung als auch für Zugspannung eingesetzt werden. Typische Einsatzbereiche sind Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Sondermaschinenbau, Prüfmittelbau, Montagevorrichtungen, Verpackungsmaschinen, Betriebsmittelbau und Instandhaltung.
Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Bei Schubstangenspannern ist die Auswahl nach Größe, Form, Haltekraft, Spannrichtung, Hub, Schubstange, Befestigungslage, Bauraum und Werkstückgeometrie entscheidend. Bei Normteile Leinigen gibt es keine Mindestbestellwerte. Einzelstücke für Reparatur, Bemusterung und Vorrichtungsbau können daher genauso unkompliziert beschafft werden wie größere Mengen für Serienvorrichtungen oder Maschinenbauprojekte. Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden.
Form ASS und Form ASD einfach erklärt
Die Formauswahl beschreibt bei diesen Schubstangenspannern, in welcher Stellung die Spannkraft aufgebaut wird. Das ist wichtig, weil die Schubstange je nach Anwendung entweder drücken oder ziehen soll. Die richtige Form entscheidet also darüber, ob der Spanner zur Einbaurichtung und zur gewünschten Spannbewegung passt.
- Form ASS: Schubstangenspanner für Druckspannung durch ausgefahrene Schubstange. Diese Ausführung ist sinnvoll, wenn ein Werkstück, Anschlag oder Bauteil durch die Schubstange nach vorne gedrückt und in dieser Position gehalten werden soll.
- Form ASD: Schubstangenspanner für Zugspannung durch eingefahrene Schubstange. Diese Ausführung eignet sich, wenn ein Bauteil herangezogen, eine Klappe geschlossen, ein Schieber zurückgezogen oder eine Vorrichtung über Zugkraft gespannt werden soll.
Als Merkhilfe gilt: ASS wird gewählt, wenn die Schubstange in der Spannstellung ausfährt und drückt. ASD wird gewählt, wenn die Schubstange in der Spannstellung einfährt und zieht.
Funktion eines Schubstangenspanners
Ein Schubstangenspanner arbeitet mit einer geradlinig geführten Schubstange und einer Kniehebelmechanik. Beim Betätigen des Handhebels wird die Schubstange axial bewegt. Je nach Form entsteht die Spannwirkung beim Ausfahren oder Einfahren der Schubstange. In der Endstellung verriegelt die Kniehebelmechanik über den Totpunkt. Dadurch bleibt der Spanner sicher geschlossen und kann hohe Haltekräfte aufnehmen.
Der große Vorteil dieser Bauart liegt in der linearen Kraftübertragung. Die Spannkraft wird nicht über einen schwenkenden Arm, sondern direkt entlang der Schubstangenachse eingebracht. Das ist besonders nützlich, wenn Bauteile gegen einen Anschlag gedrückt, Schieber fixiert, Werkstücke axial positioniert oder Vorrichtungselemente in einer geraden Bewegungsrichtung gespannt werden sollen.
Niedrige Bauhöhe für enge Einbauräume
Schubstangenspanner dieser Bauart zeichnen sich durch eine niedrige Bauhöhe in jeder Spannhebelstellung aus. Das ist ein wichtiger Vorteil bei engen Vorrichtungen, flachen Maschinenaufbauten, niedrigen Spannräumen oder Anwendungen, bei denen oberhalb des Werkstücks möglichst wenig Bauraum zur Verfügung steht.
Während klassische Kniehebelspanner mit Spannarm beim Öffnen oder Schließen häufig nach oben ausschwenken, bleibt der Bewegungsbereich eines Schubstangenspanners kompakter. Dadurch kann er seitlich, flach liegend oder in unmittelbarer Nähe zu Werkstückauflagen, Führungen, Platten und Anschlägen eingesetzt werden.
Größe und Haltekraft richtig auswählen
Die Größe eines Schubstangenspanners bestimmt Bauform, Hub, Schubstangenabmessung, Befestigungsmaße, Bedienkraft und Haltekraft. Kleine Größen eignen sich für leichte Werkstücke, kompakte Vorrichtungen und kurze Spannwege. Größere Ausführungen werden gewählt, wenn höhere Haltekräfte, robuste Werkstückspannung oder größere Bauteile erforderlich sind.
Die Haltekraft muss zur Anwendung passen. Sie sollte immer mit ausreichender Sicherheitsreserve über den tatsächlich auftretenden Prozesskräften liegen. Dabei sind nicht nur Gewicht und Werkstückkraft zu betrachten, sondern auch Vibrationen, Montagekräfte, Rückstellkräfte von Dichtungen, Federkräfte, Reibung, Bearbeitungskräfte und mögliche Fehlbedienungen. Ein Schubstangenspanner sollte weder zu schwach noch unnötig überdimensioniert gewählt werden.
Druckspannung oder Zugspannung: Welche Form passt?
Für Druckspannung ist eine Ausführung sinnvoll, bei der die Schubstange in der Spannstellung ausgefahren ist. Das ist typisch, wenn ein Werkstück gegen einen Anschlag gedrückt, ein Bauteil in eine Anlagefläche geschoben oder eine Position durch axialen Druck gesichert werden soll. Form ASS ist dafür die passende Grundlogik.
Für Zugspannung wird eine Ausführung benötigt, bei der die Schubstange in der Spannstellung eingefahren ist. Das ist typisch, wenn ein bewegliches Bauteil herangezogen, ein Deckel geschlossen, ein Schieber zurückgezogen oder ein Element gegen eine Dichtung gezogen werden soll. Form ASD ist dafür die passende Grundlogik.
Schubstange, Anschluss und kundenseitige Anpassung
Die Schubstange ist das zentrale Funktionselement des Schubstangenspanners. Sie überträgt die lineare Kraft auf das Werkstück oder auf ein angeschlossenes Spannelement. Je nach Anwendung kann die Schubstange mit einem Druckstück, einer Gabel, einer Lasche, einer Kupplung, einem kundenspezifischen Adapter oder einem Anschlag verbunden werden.
Für saubere Funktion sollte die Kraft möglichst axial eingeleitet werden. Seitliche Belastungen auf die Schubstange sollten vermieden werden, weil sie Führung, Lagerung und Mechanik stärker beanspruchen können. Wenn ein Werkstück nicht exakt in Achsrichtung gespannt werden kann, sollte die Vorrichtung konstruktiv so angepasst werden, dass Querkräfte reduziert und die Schubstange nicht verkantet wird.
Werkstoff und robuste Ausführung
Schubstangenspanner aus Stahl sind für industrielle Anwendungen mit mechanischer Belastung ausgelegt. Der massive und starre Grundkörper ermöglicht hohe Haltekräfte und eine stabile Krafteinleitung in die Vorrichtung. Stahlblechteile und Schubstange sind je nach Ausführung verzinkt oder oberflächenbehandelt, während Griff und bewegliche Bauteile auf wiederholte Betätigung ausgelegt sind.
Für den dauerhaften Einsatz ist eine saubere Montage wichtig. Die Befestigungsfläche sollte eben, steif und ausreichend tragfähig sein. Die Befestigungsschrauben müssen zur Haltekraft und zum Untergrund passen. Bei häufigem Gebrauch sollten Lagerstellen, Gelenke, Schubstange, Anschlüsse und Schraubverbindungen regelmäßig geprüft werden.
Typische Einsatzbereiche
Schubstangenspanner werden im Maschinenbau, Sondermaschinenbau, Vorrichtungsbau, Anlagenbau, Prüfmittelbau, Werkzeugbau, Montagebereich, Verpackungsmaschinenbau, Betriebsmittelbau und in der Instandhaltung eingesetzt. Sie eignen sich besonders für lineare Spann-, Halte-, Drück- und Zugbewegungen.
Typische Aufgaben sind das Drücken eines Werkstücks gegen einen Anschlag, das Ziehen einer Klappe gegen eine Dichtung, das Fixieren eines Schiebers, das Halten einer Prüfaufnahme, das Verriegeln einer Vorrichtung, das Positionieren eines Bauteils oder das schnelle Spannen in einer Montagevorrichtung. Durch die niedrige Bauhöhe sind sie auch dort sinnvoll, wo ein klassischer Spannarm zu viel Platz benötigen würde.
Technische Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Vorrichtungsbau: Ein Werkstück wird seitlich gegen zwei Anschläge gedrückt. Ein Schubstangenspanner mit Druckspannung schiebt das Bauteil axial in die definierte Position und hält es während der Montage sicher fest.
Prüflehre: Ein Kunststoff- oder Metallteil muss für eine Maßprüfung reproduzierbar gegen einen Anschlag gezogen werden. Ein Schubstangenspanner mit Zugspannung sorgt für eine wiederholbare Positionierung, ohne dass der Bediener eine Schraube anziehen muss.
Maschinenabdeckung: Eine flache Abdeckung oder Klappe wird über Zugspannung geschlossen. Der Schubstangenspanner zieht die Abdeckung an und verriegelt über die Kniehebelmechanik. Das ist besonders hilfreich, wenn wenig Bauhöhe vorhanden ist.
Montageplatz: Ein Schieber oder Anschlag wird nach dem Einlegen eines Bauteils schnell fixiert. Der Bediener betätigt nur den Hebel, die Schubstange übernimmt die lineare Spannbewegung. Dadurch wird der Arbeitsablauf schneller und gleichmäßiger.
Montagehinweise für sichere Funktion
Der Schubstangenspanner sollte so montiert werden, dass die Schubstange frei und ohne Verkanten laufen kann. Die Bewegungsrichtung muss zur Spannaufgabe passen. Spanner, Anschlag, Werkstückauflage und Druck- oder Zugelement sollten fluchtend zueinander ausgerichtet sein.
Bei Druckanwendungen sollte das Druckstück plan und sicher am Werkstück anliegen. Bei Zuganwendungen muss die Verbindung zur Schubstange zuverlässig sein und die Zugkraft ohne Spiel oder schädliche Querbelastung übertragen. Der Spanner muss in der Endstellung sicher über den Totpunkt schließen, damit die Haltefunktion erreicht wird.
Die Befestigung des Grundkörpers ist besonders wichtig. Hohe Haltekräfte können nur genutzt werden, wenn die Grundplatte, Befestigungsschrauben und Anschlussbauteile ausreichend dimensioniert sind. Dünne Bleche, schwache Gewinde oder instabile Halterungen können die nutzbare Haltekraft begrenzen.
Auswahlkriterien für Schubstangenspanner aus Stahl
Für die richtige Auswahl sollten Größe, Form, Haltekraft, Hub, Spannrichtung, Einbauraum, Befestigungsbild, Schubstangenanschluss, Werkstückgeometrie und Bedienrichtung geprüft werden. Besonders wichtig ist die Frage, ob die Schubstange in der Spannstellung drücken oder ziehen soll. Daraus ergibt sich die passende Form.
Bei häufig wiederholten Spannprozessen sollte außerdem auf Ergonomie, Griffposition und Zugänglichkeit geachtet werden. Der Bediener sollte den Spanner sicher schließen und öffnen können, ohne mit Nachbarbauteilen zu kollidieren. In Serienvorrichtungen lohnt sich eine saubere Auslegung besonders, weil kleine Verbesserungen bei Bedienweg und Spannlage über viele Zyklen deutlich Zeit sparen können.
Vorteile für Einkauf, Konstruktion und Instandhaltung
Für Konstrukteure bieten Schubstangenspanner eine standardisierte Lösung für lineare Spannbewegungen mit niedriger Bauhöhe. Technische Einkäufer profitieren von klaren Auswahlmerkmalen wie Größe, Form, Haltekraft und Werkstoff. Fertigungsleiter gewinnen durch schnelle Bedienung, wiederholbare Spannzustände und weniger Werkzeugbedarf. Instandhalter können defekte Spanner anhand von Größe, Form und Befestigungsbild gezielt ersetzen.
Normteile Leinigen unterstützt eine strukturierte Beschaffung für Schubstangenspanner und passende Normteile. Schubstangenspanner können zusammen mit Druckstücken, Gelenkköpfen, Gabelköpfen, Schrauben, Muttern, Scheiben, Griffen, Spannern, Vorrichtungselementen und weiteren Maschinenelementen bestellt werden. Keine Mindestbestellwerte erleichtern Einzelbestellungen für Reparaturen ebenso wie projektbezogene Mengen. Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie Schubstangenspanner aus Stahl immer nach der Bewegungsrichtung und der erforderlichen Haltekraft aus. Prüfen Sie zuerst, ob die Anwendung Druckspannung oder Zugspannung benötigt. Danach sollten Größe, Hub, Einbauraum, Schubstangenanschluss, Werkstückgeometrie und Befestigung bewertet werden.
Wenn ein Werkstück gegen einen Anschlag gedrückt werden soll, ist eine Druckausführung wie Form ASS die passende Wahl. Wenn ein Bauteil herangezogen oder geschlossen werden soll, ist eine Zugausführung wie Form ASD sinnvoll. Für hohe Prozesssicherheit sollte die Vorrichtung so konstruiert sein, dass die Schubstange axial belastet wird und der Spanner in der Endstellung sicher über den Totpunkt verriegelt.
FAQ zu Schubstangenspannern aus Stahl
1. Was ist ein Schubstangenspanner?
Ein Schubstangenspanner ist ein mechanischer Schnellspanner mit linear bewegter Schubstange. Er wird verwendet, um Werkstücke oder Bauteile durch Druck oder Zug zu spannen, zu positionieren, zu verriegeln oder zu halten.
2. Was ist der Unterschied zu einem normalen Schnellspanner mit Spannarm?
Ein normaler Schnellspanner arbeitet häufig mit einem schwenkenden Spannarm. Ein Schubstangenspanner arbeitet mit einer geradlinig bewegten Schubstange. Dadurch eignet er sich besonders für lineare Druck- und Zugaufgaben sowie für niedrige Einbauräume.
3. Was bedeutet Form ASS?
Form ASS beschreibt eine Ausführung für Druckspannung durch ausgefahrene Schubstange. Sie wird gewählt, wenn die Schubstange in der Spannstellung nach vorne drücken und ein Werkstück gegen einen Anschlag oder eine Anlagefläche halten soll.
4. Was bedeutet Form ASD?
Form ASD beschreibt eine Ausführung für Zugspannung durch eingefahrene Schubstange. Sie wird gewählt, wenn ein Bauteil herangezogen, geschlossen, zurückgezogen oder gegen eine Dichtung beziehungsweise Anlagefläche gezogen werden soll.
5. Wann ist ein Schubstangenspanner besser als ein Vertikalspanner?
Ein Schubstangenspanner ist besser geeignet, wenn eine lineare Bewegung benötigt wird oder oberhalb des Werkstücks wenig Platz vorhanden ist. Durch die niedrige Bauhöhe kann er oft dort eingesetzt werden, wo ein schwenkender Spannarm stören würde.
6. Praxisfall: Welcher Schubstangenspanner passt zum Drücken eines Werkstücks gegen einen Anschlag?
Für diese Aufgabe ist eine Druckausführung wie Form ASS passend. Die Schubstange fährt in der Spannstellung aus und drückt das Werkstück gegen den Anschlag. Wichtig sind ausreichende Haltekraft, passender Hub und eine möglichst axiale Krafteinleitung.
7. Praxisfall: Welche Ausführung eignet sich zum Zuziehen einer Klappe?
Zum Zuziehen einer Klappe eignet sich eine Zugausführung wie Form ASD. Die Schubstange fährt in der Spannstellung ein und zieht die Klappe gegen den Rahmen oder eine Dichtung. Der Verbindungsanschluss muss zur Zugkraft und zur Bewegungsrichtung passen.
8. Praxisfall: Kann ein Schubstangenspanner in einer Prüflehre eingesetzt werden?
Ja, Schubstangenspanner eignen sich sehr gut für Prüflehren. Sie können ein Bauteil reproduzierbar gegen einen Anschlag drücken oder ziehen. Dadurch wird die Lage des Prüfteils wiederholbarer und der Prüfablauf schneller.
9. Was muss bei der Montage beachtet werden?
Die Schubstange sollte möglichst axial belastet werden und frei laufen können. Spanner, Werkstück, Anschlag und Anschlussbauteil müssen fluchtend ausgerichtet sein. Außerdem muss die Befestigung stabil genug sein, damit die Haltekraft sicher aufgenommen wird.
10. Warum sollte ich Schubstangenspanner bei Normteile Leinigen bestellen?
Normteile Leinigen bietet eine strukturierte Beschaffung für Schubstangenspanner, Schnellspanner und passende Normteile. Es gibt keine Mindestbestellwerte. Außerdem können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das vereinfacht Einkauf, Vorrichtungsbau, Instandhaltung und Projektbeschaffung.
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