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Stabgreifer GZ, D: 6, H: 20, Werkstoff: AlNiCo

Produktinformationen "Stabgreifer GZ"

Stabgreifer GZ mit Gewindezapfen für magnetisches Halten, Fixieren und Positionieren

Stabgreifer GZ sind zylindrische Magnetsysteme mit Gewindezapfen und werden im Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Anlagenbau, Werkzeugbau, in der Montagetechnik, Prüftechnik und Instandhaltung eingesetzt. Sie dienen zum magnetischen Halten, Fixieren, Positionieren und Spannen ferromagnetischer Bauteile, Werkstücke, Anschläge, Abdeckungen oder Hilfskonstruktionen. Durch den integrierten Gewindezapfen lassen sich diese Stabgreifer direkt verschrauben und besonders einfach in Vorrichtungen, Halter, Profile, Adapterteile oder Maschinenbauteile integrieren.

Die Produktgruppe umfasst verschiedene Durchmesser, Bauhöhen, Gewindegrößen, Gewindelängen, Haftkräfte und Magnetwerkstoffe. Je nach Variante stehen Ausführungen mit AlNiCo, NdFeB oder SmCo zur Verfügung. Dadurch können Konstrukteure und Instandhalter den passenden Stabgreifer nach Haftkraft, Temperaturbeständigkeit, Bauraum, Befestigungsart und Kontaktfläche auswählen. Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile: Anwender erhalten eine klare technische Auswahl für kompakte magnetische Haltepunkte und robuste Vorrichtungslösungen.

Funktion und technischer Nutzen

Ein Stabgreifer GZ besteht aus einem Magnetkern und einem zylindrischen Gehäuse. Die magnetische Wirkung wird auf eine definierte Haftfläche konzentriert, während das Gehäuse das Magnetsystem schützt und die magnetische Kraft gezielt bündelt. So entsteht auf kleiner Fläche eine nutzbare Haltekraft, mit der ferromagnetische Werkstücke, Stahlbleche, Profile, Anschläge oder Montagehilfen gehalten und positioniert werden können.

Der technische Vorteil der GZ Ausführung liegt im Gewindezapfen. Im Gegensatz zu eingeklebten oder eingepressten Stabgreifern kann der Stabgreifer mit Gewindezapfen verschraubt, gekontert, ausgerichtet, demontiert und bei Bedarf ersetzt werden. Das macht ihn besonders interessant für modulare Vorrichtungen, wechselnde Aufbauten, Wartungspunkte, Anschläge, magnetische Halter und Konstruktionen, bei denen eine lösbare Befestigung gefordert ist.

Form GZ und Abgrenzung zu IG, OG und PA

Die Bezeichnung GZ steht für Gewindezapfen. Der Stabgreifer besitzt also ein Außengewinde beziehungsweise einen Gewindezapfen zur Befestigung. Damit unterscheidet er sich deutlich von der Form IG mit Innengewinde, bei der eine Schraube in den Magnetkörper eingeschraubt wird. Bei GZ wird der Magnet selbst über seinen Zapfen in eine Gewindebohrung, Mutter oder Halterung eingeschraubt.

Gegenüber OG Stabgreifern ohne Gewinde bietet GZ den Vorteil einer direkten mechanischen Befestigung. OG Ausführungen werden häufig eingeklebt, eingepresst oder eingeschrumpft. PA steht für eine andere Stabgreifer-Bauform, die je nach Ausführung anders integriert wird. GZ ist besonders sinnvoll, wenn der Magnet schnell montiert, sicher verschraubt, später gelöst oder in der Einbauhöhe über das Gewinde angepasst werden soll.

Magnetwerkstoffe AlNiCo, NdFeB und SmCo

Stabgreifer GZ sind je nach Variante mit unterschiedlichen Magnetwerkstoffen erhältlich. AlNiCo, also Aluminium-Nickel-Cobalt, ist besonders temperaturbeständig und eignet sich für Anwendungen mit erhöhter Wärmebelastung. AlNiCo Stabgreifer werden häufig in verzinkten Stahlgehäusen angeboten und sind eine bewährte Lösung für robuste industrielle Halte- und Positionieraufgaben.

NdFeB, also Neodym-Eisen-Bor, bietet sehr hohe Haftkräfte bei kompakten Abmessungen. Diese Varianten sind ideal, wenn auf engem Bauraum eine möglichst starke magnetische Haltewirkung benötigt wird. SmCo, also Samarium-Cobalt, verbindet gute Haftkraft mit hoher Temperaturbeständigkeit und guter Korrosionsstabilität. Die Auswahl des Magnetwerkstoffs sollte immer nach Haftkraft, Temperaturbereich, Bauraum, Oberfläche des Gegenstücks und Umgebungsbedingungen erfolgen.

Gewindezapfen und Montagevorteile

Der Gewindezapfen ermöglicht eine einfache und robuste Verschraubung. Der Stabgreifer kann in eine Gewindebohrung eingeschraubt, mit einer Mutter befestigt oder an einem Haltewinkel beziehungsweise Adapterteil montiert werden. Bei Bedarf lässt er sich lösen, austauschen oder in seiner Einbaulage korrigieren. Das ist ein großer Vorteil gegenüber dauerhaft eingeklebten Magnetsystemen.

Bei der Montage sollten Gewindegröße, Gewindelänge, Einschraubtiefe und Gegenbauteil sorgfältig geprüft werden. Der Gewindezapfen darf nicht verkanten oder überlastet werden. Wenn Vibrationen oder wechselnde Belastungen auftreten, kann eine Kontermutter oder eine geeignete Schraubensicherung sinnvoll sein. Die aktive Haftfläche muss frei bleiben und plan zur Gegenfläche ausgerichtet werden.

Haftkraft richtig bewerten

Die angegebene Haftkraft eines Stabgreifers wird unter idealen Prüfbedingungen ermittelt. In der Praxis hängt die tatsächlich nutzbare Haltekraft stark vom Gegenwerkstoff, der Materialstärke, der Oberflächenqualität, dem Luftspalt, der Beschichtung, Lackierung, Verzinkung, Verschmutzung, Temperatur und Kraftrichtung ab. Ein massives, ebenes, sauberes Stahlteil bietet deutlich bessere Bedingungen als ein dünnes, lackiertes oder verschmutztes Blech.

Besonders wichtig ist die Belastungsrichtung. Stabgreifer halten am besten bei Zugbelastung senkrecht zur Haftfläche. Bei Scherkräften, Vibrationen, Stößen oder dynamischer Bewegung sollte der Magnet nicht allein über Reibung arbeiten. In solchen Fällen sind zusätzliche Anschläge, Führungen oder mechanische Sicherungen sinnvoll. Stabgreifer GZ sind funktionale Halte- und Positionierelemente, aber keine sicherheitsrelevanten Hebemagnete.

Typische Einsatzbereiche

Stabgreifer GZ werden überall dort eingesetzt, wo ferromagnetische Bauteile auf einfache Weise magnetisch gehalten oder positioniert werden sollen. Typische Einsatzbereiche sind Maschinenbau, Sondermaschinenbau, Anlagenbau, Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Montagearbeitsplätze, Automatisierungstechnik, Prüftechnik, Handlingtechnik, Betriebsmittelbau und Instandhaltung.

In einer Montagevorrichtung kann ein Stabgreifer GZ ein Stahlblech vor dem Verschrauben kurzzeitig halten. In einer Prüfvorrichtung kann er ein Werkstück wiederholbar gegen eine definierte Fläche ziehen. In der Instandhaltung kann er als verschraubbarer Haltepunkt für Abdeckungen, Anschläge, Hilfshalter oder temporäre Montagehilfen genutzt werden. In Maschinengehäusen kann ein Stabgreifer GZ außerdem für abnehmbare Klappen, leichte Türen oder lösbare Haltefunktionen eingesetzt werden.

Auswahlkriterien für die richtige Variante

Bei der Auswahl eines Stabgreifers GZ sollten Durchmesser, Bauhöhe, Gewindegröße, Gewindelänge, Haftkraft, Magnetwerkstoff, Temperaturbereich, Gehäusewerkstoff, Kontaktfläche und Belastungsrichtung berücksichtigt werden. Kleine Durchmesser eignen sich für kompakte Haltepunkte und leichte Bauteile. Größere Durchmesser bieten mehr Haftfläche und können höhere Haltekräfte aufnehmen, benötigen aber entsprechend mehr Bauraum.

Für hohe Temperaturen ist AlNiCo häufig eine gute Wahl. Für maximale Haftkraft bei kleinem Bauraum sollte NdFeB geprüft werden. Für Anwendungen mit hoher Temperaturbeständigkeit und guter Korrosionsstabilität kann SmCo sinnvoll sein. Bei beschichteten, verzinkten, lackierten oder unebenen Gegenflächen sollte immer eine höhere Haftkraftreserve eingeplant werden.

Montage und konstruktive Hinweise

Die Montagefläche und das Gewinde sollten sauber, gratfrei und maßhaltig sein. Der Gewindezapfen muss zur Gewindebohrung oder Mutter passen und ausreichend tief eingeschraubt werden. Gleichzeitig darf der Magnetkörper nicht durch Verkanten, harte Schläge oder übermäßiges Anzugsmoment beschädigt werden. Magnetwerkstoffe können spröde sein und sollten mechanisch sorgfältig behandelt werden.

Die Haftfläche sollte frei von Öl, Spänen, Staub, Klebstoffresten oder Beschichtungsresten bleiben. Wenn der Stabgreifer in der Nähe von Stahlkonstruktionen eingebaut wird, kann die umgebende Geometrie das Magnetfeld beeinflussen. Für reproduzierbare Haltepunkte ist eine definierte, ebene und ausreichend dicke Gegenfläche wichtig. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen oder bewegten Lasten sollte immer eine zusätzliche mechanische Sicherung vorgesehen werden.

Abgrenzung zu Topfmagneten, Rohmagneten und Greifsystemen

Stabgreifer GZ unterscheiden sich von einfachen Rohmagneten durch ihr Gehäuse und die gezielte Bündelung der Magnetkraft auf eine aktive Haftfläche. Dadurch sind sie robuster, besser montierbar und für technische Vorrichtungen besser geeignet. Gegenüber klassischen Topfmagneten sind Stabgreifer meist schlanker und besonders gut für punktuelle Haltefunktionen, Bohrungen, kompakte Einbauräume und verschraubte Haltepunkte geeignet.

Im Vergleich zu pneumatischen, elektrischen oder mechanischen Greifsystemen sind Stabgreifer GZ einfache passive Halteelemente. Sie benötigen keine Energieversorgung, keine Steuerung und keine Wartungseinheit. Für automatisierte Prozesse mit definierter Freigabe, hoher Dynamik oder sicherheitsrelevantem Heben können jedoch Elektromagnete, pneumatische Greifer oder mechanische Spannsysteme erforderlich sein.

Praxisnutzen für Einkauf, Konstruktion und Instandhaltung

Konstrukteure profitieren von einer kompakten, verschraubbaren Magnetlösung, die sich einfach in Maschinen, Vorrichtungen und Halter integrieren lässt. Fertigungsleiter erhalten flexible Hilfen für Montage, Prüfen, Rüsten und Werkstückfixierung. Instandhalter können Stabgreifer GZ schnell austauschen, versetzen oder nachrüsten, ohne Klebeverbindungen oder Presssitze lösen zu müssen.

Technische Einkäufer und Disponenten können über Normteile Leinigen unterschiedliche Stabgreifer, Magnete, Spannmittel, Verbindungselemente und weitere Normteile in einer Bestellung beschaffen. Es gibt keine Mindestbestellwerte. Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Beschaffungsaufwand, spart Zeit und bringt mehr Struktur in die Versorgung von Maschinenbau, Fertigung und Instandhaltung.

Handlungsempfehlung

Wählen Sie Stabgreifer GZ immer nach Haftkraft, Durchmesser, Bauhöhe, Gewindezapfen, Magnetwerkstoff, Temperaturbereich und Einbausituation aus. Für erhöhte Temperaturen ist AlNiCo oft eine robuste Wahl. Für maximale Haftkraft auf kleinem Raum ist NdFeB besonders interessant. Für anspruchsvolle Temperatur- und Korrosionsbedingungen kann SmCo sinnvoll sein. Planen Sie bei Scherkräften, Vibrationen, lackierten Oberflächen oder Luftspalten immer eine ausreichende Sicherheitsreserve und bei Bedarf mechanische Anschläge oder Sicherungen ein.

FAQ zu Stabgreifern GZ

1. Wofür werden Stabgreifer GZ verwendet?

Stabgreifer GZ werden zum magnetischen Halten, Fixieren, Positionieren und Spannen ferromagnetischer Bauteile eingesetzt. Typische Anwendungen sind Vorrichtungen, Montagehilfen, Prüfvorrichtungen, Anschläge, Abdeckungen, Maschinenaufbauten und Instandhaltungslösungen.

2. Was bedeutet GZ bei Stabgreifern?

GZ steht für Gewindezapfen. Der Stabgreifer besitzt ein Außengewinde, über das er in eine Gewindebohrung eingeschraubt oder mit einer Mutter befestigt werden kann.

3. Was ist der Vorteil eines Stabgreifers mit Gewindezapfen?

Der Gewindezapfen ermöglicht eine direkte, lösbare und robuste Befestigung. Der Magnet kann eingeschraubt, gekontert, ausgerichtet, demontiert oder ausgetauscht werden. Das ist besonders praktisch in modularen Vorrichtungen und bei Wartungsarbeiten.

4. Was ist der Unterschied zwischen GZ und IG?

GZ besitzt einen Gewindezapfen beziehungsweise ein Außengewinde. IG besitzt ein Innengewinde. Bei GZ wird der Magnet selbst eingeschraubt, bei IG wird eine Schraube in den Magnetkörper eingeschraubt.

5. Welche Magnetwerkstoffe gibt es bei Stabgreifern GZ?

Je nach Variante kommen AlNiCo, NdFeB oder SmCo zum Einsatz. AlNiCo ist besonders temperaturbeständig, NdFeB bietet sehr hohe Haftkraft bei kleiner Bauform und SmCo kombiniert gute Haftkraft mit hoher Temperaturbeständigkeit und guter Korrosionsstabilität.

6. Praxisfall: Kann ein Stabgreifer GZ ein Stahlblech in einer Montagevorrichtung halten?

Ja, wenn das Stahlblech ferromagnetisch ist und die Haftfläche sauber anliegt. Bei lackierten, verzinkten, dünnen oder verschmutzten Blechen sollte eine höhere Haftkraftreserve eingeplant werden. Bei seitlicher Belastung sind zusätzliche Anschläge sinnvoll.

7. Praxisfall: Eignet sich ein Stabgreifer GZ für abnehmbare Maschinenabdeckungen?

Ja, Stabgreifer GZ können als verschraubbare magnetische Haltepunkte für leichte Abdeckungen, Klappen oder Verkleidungen genutzt werden. Wichtig ist, dass Haftkraft, Kraftrichtung und mögliche Vibrationen berücksichtigt werden.

8. Praxisfall: Können Stabgreifer GZ in Prüfvorrichtungen eingesetzt werden?

Ja, sie eignen sich gut, wenn ferromagnetische Prüfteile schnell und wiederholbar fixiert werden sollen. Die verschraubbare Befestigung erleichtert die Integration in Adapterplatten, Halter oder Prüflehren.

9. Was ist bei der Montage wichtig?

Der Gewindezapfen muss zur Gewindebohrung passen und ausreichend eingeschraubt werden. Die Haftfläche muss sauber und frei bleiben. Bei Vibrationen, Stößen oder wechselnden Lasten können Kontermutter, Schraubensicherung oder zusätzliche Anschläge sinnvoll sein.

10. Was ist bei der Bestellung über Normteile Leinigen wichtig?

Prüfen Sie Durchmesser, Bauhöhe, Gewindezapfen, Gewindelänge, Magnetwerkstoff, Haftkraft, Temperaturbereich und Einbausituation. Normteile Leinigen liefert passende Stabgreifer ohne Mindestbestellwert. Zusätzlich können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden.

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