Gewindeeinsätze selbstschneidend mit Schneidbohrungen, D1: M8, L: 9, Werkstoff: Stahl
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EAN: 4059245151509
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Gewindeeinsätze selbstschneidend mit Schneidbohrungen K0979 für belastbare Gewinde
Gewindeeinsätze selbstschneidend mit Schneidbohrungen K0979 werden eingesetzt, wenn in Werkstoffen mit geringerer Scherfestigkeit ein belastbares, verschleißfestes und vibrationssicheres Innengewinde hergestellt oder ein beschädigtes Gewinde instandgesetzt werden soll. Sie eignen sich für Aluminium, Aluminiumlegierungen, Messing, Bronze, Gusseisen, Duroplaste, Thermoplaste und weitere Werkstoffe, bei denen ein direkt geschnittenes Gewinde nicht ausreichend haltbar oder dauerhaft belastbar wäre.
Die Produktgruppe umfasst selbstschneidende Gewindeeinsätze aus Stahl oder Edelstahl 1.4305 in verschiedenen Innengewindegrößen, Außendurchmessern und Längen. Die Gewindeeinsätze besitzen am unteren Ende eine konische Form und drei Schneidbohrungen. Beim Eindrehen in das vorbereitete Aufnahmeloch schneiden sie ihr Aufnahmegewinde selbst. Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Gewindeeinsätzen ist die richtige Auswahl nach Werkstoff, Kernlochdurchmesser, Innengewinde, Einbaulänge, Belastung, Montagewerkzeug und Einsatzumgebung entscheidend.
Funktion von selbstschneidenden Gewindeeinsätzen
Ein selbstschneidender Gewindeeinsatz wird in eine vorbereitete Bohrung eingedreht und erzeugt dabei sein Außengewinde im Aufnahmematerial selbst. Nach dem Einbau steht im Inneren des Einsatzes ein belastbares metrisches Innengewinde zur Verfügung. Dieses Innengewinde kann anschließend für Schraubenverbindungen, Befestigungen, Wartungspunkte oder wiederholt lösbare Verbindungen genutzt werden.
Im Vergleich zu einem direkt in das Grundmaterial geschnittenen Gewinde verteilt der Gewindeeinsatz die Belastung auf eine größere tragende Fläche. Dadurch wird die Auszugfestigkeit verbessert, die Gewindeverbindung verschleißfester und die Schraubstelle widerstandsfähiger gegen häufiges Lösen und Anziehen.
Schneidbohrungen für schwer zerspanbare Werkstoffe
Die Gewindeeinsätze K0979 besitzen drei Schneidbohrungen. Diese Schneidbohrungen übernehmen beim Eindrehen die Schneidarbeit im Aufnahmematerial. Die Ausführung mit Schneidbohrungen ist besonders für schwer zerspanbare Werkstoffe konstruiert. Durch die dickere Wandung kann mehr Kraft beim Zerspanen aufgenommen werden, und diese Kraft verteilt sich auf drei Schneidbohrungen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Gewindeeinsätzen mit Schneidschlitz. Schneidschlitz-Ausführungen sind für viele Standardanwendungen geeignet. Die Ausführung mit Schneidbohrungen ist jedoch besonders interessant, wenn der Werkstoff anspruchsvoller ist, die Verbindung höher belastet wird oder eine robustere Schneid- und Verankerungsgeometrie benötigt wird.
Werkstoffe: Stahl einsatzgehärtet verzinkt oder Edelstahl 1.4305
Die K0979-Gewindeeinsätze sind in Stahl oder Edelstahl 1.4305 erhältlich. Die Stahlausführung ist einsatzgehärtet und verzinkt. Sie eignet sich für viele wirtschaftliche Standardanwendungen im Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Gerätebau und Reparaturbereich. Die Einsatzhärtung unterstützt eine robuste Schneidwirkung und eine belastbare Verankerung im Grundmaterial.
Die Edelstahlvariante aus 1.4305 ist blank ausgeführt und wird eingesetzt, wenn Korrosionsbeständigkeit, saubere Oberfläche oder eine edelstahlgerechte Werkstoffpaarung gefordert sind. Für aggressive Medien, salzhaltige Umgebung, starke Reinigungschemikalien oder spezielle Hygieneanforderungen sollte die konkrete Werkstoffbeständigkeit im Einzelfall geprüft werden.
Innengewinde nach ISO 6H
Das Innengewinde der Gewindeeinsätze ist nach ISO 6H ausgeführt. Diese Toleranz ist im Maschinenbau verbreitet und ermöglicht eine zuverlässige Verbindung mit passenden metrischen Schrauben. Dadurch lassen sich selbstschneidende Gewindeeinsätze gut in bestehende Konstruktionen, Reparaturen und Serienbauteile integrieren.
Bei der Auswahl ist das Innengewinde D1 der zentrale Wert. Es bestimmt, welche Schraube später in den Einsatz eingeschraubt wird. Zusätzlich müssen Außendurchmesser, Länge, Bohrungstiefe und Mindestabstände zum Rand des Werkstücks passend ausgelegt werden.
Varianten nach Innengewinde, Außendurchmesser und Länge
Die Produktgruppe K0979 umfasst verschiedene Innengewindegrößen. Typische Größen sind unter anderem M3, M4, M5, M6, M8, M10 und M12. Die verlinkte Ausführung K0979.03 ist ein selbstschneidender Gewindeeinsatz mit Schneidbohrungen für Innengewinde M3. Weitere Varianten sind beispielsweise als M8 mit D2 12 mm, Länge 9 mm und Steigung P 1,5 sowie als M12 mit passenden größeren Abmessungen erhältlich.
Kleinere Gewindeeinsätze wie M3, M4 oder M5 werden häufig in Gerätebau, Kunststoffteilen, kleineren Aluminiumbauteilen oder kompakten Vorrichtungen eingesetzt. Größere Größen wie M8, M10 oder M12 eignen sich für stärker belastete Schraubstellen, robuste Maschinenbauteile, Gewindereparaturen und tragfähigere Befestigungspunkte.
Anwendungen in Aluminium, Gusseisen, Kunststoff und Leichtmetall
Selbstschneidende Gewindeeinsätze sind besonders sinnvoll in Werkstoffen mit geringer Scherfestigkeit. Dazu gehören Aluminium und Aluminiumlegierungen, Messing, Bronze, Gusseisen, Duroplaste und Thermoplaste. In solchen Werkstoffen können direkt geschnittene Gewinde bei Belastung, Vibration oder wiederholter Montage schneller ausreißen oder verschleißen.
Der Gewindeeinsatz schafft eine stabilere Innengewindeverbindung und schützt das Grundmaterial. Besonders bei Leichtmetallgehäusen, Kunststoffbauteilen, Reparaturgewinden, Werkzeugplatten, Montagevorrichtungen und Maschinenkomponenten ist das ein deutlicher technischer Vorteil.
Gewindeverstärkung und Gewindereparatur
K0979-Gewindeeinsätze eignen sich sowohl für die Erstmontage als auch für die Gewindereparatur. In der Erstmontage werden sie verwendet, um ein dauerhaft belastbares Gewinde in weicherem Grundmaterial zu schaffen. In der Reparatur können sie beschädigte, ausgerissene oder verschlissene Gewinde ersetzen, sofern ausreichend Material für die Aufnahmebohrung vorhanden ist.
Bei Reparaturen ist zu prüfen, ob das beschädigte Gewinde vollständig aufgebohrt werden kann und ob Randabstände, Bauteildicke und Belastung zur neuen Einsatzgröße passen. Eine sorgfältige Vorbereitung der Bohrung entscheidet maßgeblich über die spätere Festigkeit.
Montage und Einbauhinweise
Für den Einbau wird zunächst ein passendes Aufnahmeloch gebohrt. Der Durchmesser und die Bohrungstiefe müssen zur jeweiligen Gewindeeinsatzgröße und zum Werkstoff passen. Anschließend wird der Gewindeeinsatz mit einem geeigneten Hand- oder Maschinen-Einbauwerkzeug eingedreht. Beim Eindrehen schneidet der Einsatz sein Aufnahmegewinde selbst.
Wichtig ist eine gerade Ausrichtung beim Ansetzen. Der Einsatz darf nicht verkanten, da sonst das Aufnahmegewinde beschädigt oder die Schraubstelle schief wird. Bei Serienmontage ist ein Maschinen-Einbauwerkzeug sinnvoll, um Einbautiefe, Rechtwinkligkeit und Wiederholgenauigkeit sicherzustellen. Bei Einzelmontage oder Reparatur kann ein Hand-Einbauwerkzeug genügen.
Kernloch, Bohrtiefe und Randabstand
Der Kernlochdurchmesser ist ein kritischer Auswahl- und Montagewert. Ist die Bohrung zu klein, steigt das Eindrehmoment und der Einsatz kann beschädigt werden. Ist die Bohrung zu groß, verliert der Gewindeeinsatz Halt und die Auszugfestigkeit sinkt. Auch die Bohrungstiefe muss so gewählt werden, dass der Einsatz vollständig aufgenommen wird und darunter ausreichend Freiraum für Späne und Schneidvorgang bleibt.
Zusätzlich müssen Randabstände beachtet werden. Besonders in Kunststoff, Aluminium und Gusswerkstoffen kann zu geringer Randabstand zu Rissen, Aufplatzen oder reduzierter Festigkeit führen. Herstellerdaten nennen je nach Werkstoff Mindestwerte für Tiefe und Randabstand, die bei der Konstruktion berücksichtigt werden sollten.
Belastbarkeit, Auszugfestigkeit und Vibrationssicherheit
Selbstschneidende Gewindeeinsätze werden eingesetzt, um hochbelastbare, verschleißfeste und vibrationssichere Schraubverbindungen herzustellen. Die tatsächliche Belastbarkeit hängt von Werkstoff, Einschraubtiefe, Einsatzgröße, Bohrung, Randabstand, Montagequalität, Schraube und Lastart ab.
Bei dynamischer Belastung, häufigem Lösen und Anziehen oder Vibrationen ist die Verbindung meist deutlich dauerhafter als ein direktes Gewinde im weichen Grundmaterial. Für sicherheitsrelevante Verbindungen sollten trotzdem anwendungsbezogene Versuche, Sicherheitsfaktoren und die Angaben des Herstellers berücksichtigt werden.
Einsatzbereiche im Maschinenbau, Gerätebau und Vorrichtungsbau
Gewindeeinsätze K0979 werden in vielen technischen Bereichen eingesetzt. Typische Anwendungen finden sich im Maschinenbau, Sondermaschinenbau, Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Betriebsmittelbau, Gerätebau, Kunststofftechnik, Leichtmetallbau, Formenbau, Modellbau, Reparaturtechnik, Instandhaltung und Serienfertigung.
Sie eignen sich für Schraubpunkte in Aluminiumgehäusen, Kunststoffteilen, Gussbauteilen, Vorrichtungsplatten, Montagehilfen, Maschinenabdeckungen, Sensorhaltern, Griffbefestigungen, Gewindereparaturen, Anschraubpunkten und häufig lösbaren Verbindungen.
Praxisbeispiele für typische Anwendungen
In einem Aluminiumgehäuse kann ein selbstschneidender Gewindeeinsatz eine deutlich robustere Schraubstelle schaffen als ein direkt geschnittenes Gewinde. Das ist besonders sinnvoll, wenn eine Abdeckung regelmäßig geöffnet und wieder verschraubt wird.
In einem Kunststoffbauteil kann ein K0979-Gewindeeinsatz eine verschleißfeste Verbindung für Halter, Sensoren oder Abdeckungen herstellen. Der Einsatz schützt den Kunststoff vor Ausreißen und verbessert die Wiederholmontage.
Bei einer Gewindereparatur in einer Vorrichtungsplatte kann ein beschädigtes Gewinde aufgebohrt und durch einen selbstschneidenden Gewindeeinsatz ersetzt werden. Dadurch wird das Bauteil weiter nutzbar, ohne dass die gesamte Vorrichtung neu gefertigt werden muss.
Vergleich zu Gewindeeinsätzen mit Schneidschlitz und Drahtgewindeeinsätzen
Gewindeeinsätze mit Schneidschlitz sind eine weit verbreitete Lösung für viele Standardanwendungen. Gewindeeinsätze mit Schneidbohrungen besitzen eine dickere Wandung und drei Schneidbohrungen. Sie sind besonders für schwer zerspanbare Werkstoffe und höhere Schneidkräfte geeignet.
Drahtgewindeeinsätze werden häufig zur Gewindereparatur und Gewindeverstärkung eingesetzt, benötigen aber in der Regel ein vorgeschnittenes Spezialaufnahmegewinde. Selbstschneidende Gewindeeinsätze schneiden ihr Aufnahmegewinde selbst und können dadurch in vielen Anwendungen einfacher montiert werden.
Auswahlkriterien für technische Einkäufer und Konstrukteure
Für die richtige Auswahl sind folgende Kriterien entscheidend: gewünschtes Innengewinde, Werkstoff des Grundmaterials, Einsatzwerkstoff Stahl oder Edelstahl, Außendurchmesser, Länge, Kernlochdurchmesser, Bohrungstiefe, Randabstand, Belastung, Montageart, Korrosionsanforderung und Stückzahl. Bei Reparaturen müssen zusätzlich Restmaterial, beschädigter Gewindedurchmesser und verfügbare Bauteildicke geprüft werden.
Normteile Leinigen unterstützt technische Einkäufer, Disponenten, Konstrukteure, Fertigungsleiter und Instandhalter bei der strukturierten Beschaffung von Gewindeeinsätzen, Einbauwerkzeugen, Schrauben, Muttern, Hülsen, Buchsen, Vorrichtungselementen und weiteren Maschinenelementen. Es gibt keine Mindestbestellwerte. Außerdem können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Bestellaufwand und macht technische Beschaffung deutlich übersichtlicher.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie Gewindeeinsätze selbstschneidend mit Schneidbohrungen K0979, wenn in Aluminium, Kunststoff, Guss oder anderen Werkstoffen mit geringerer Scherfestigkeit ein hochbelastbares und verschleißfestes Gewinde benötigt wird. Prüfen Sie vor der Bestellung Innengewinde, Außendurchmesser, Länge, Werkstoff, Kernlochdurchmesser, Bohrungstiefe und Randabstand. Für schwer zerspanbare Werkstoffe und höhere Einbaukräfte ist die Ausführung mit drei Schneidbohrungen besonders sinnvoll. Bestellen Sie passende Hand- oder Maschinen-Einbauwerkzeuge direkt mit, wenn wiederholbare Montagequalität wichtig ist.
FAQ zu Gewindeeinsätzen selbstschneidend mit Schneidbohrungen K0979
1. Wofür werden selbstschneidende Gewindeeinsätze mit Schneidbohrungen verwendet?
Sie werden zur Herstellung hochbelastbarer, verschleißfester und vibrationssicherer Innengewinde in Werkstoffen wie Aluminium, Messing, Bronze, Gusseisen, Duroplast und Thermoplast eingesetzt.
2. Wie funktionieren selbstschneidende Gewindeeinsätze?
Der Gewindeeinsatz wird in ein vorbereitetes Aufnahmeloch eingedreht und schneidet dabei sein Aufnahmegewinde selbst. Danach steht im Inneren ein belastbares metrisches Innengewinde zur Verfügung.
3. Was ist der Vorteil der Schneidbohrungen?
Die drei Schneidbohrungen verteilen die Schneidkräfte und ermöglichen eine robuste Verankerung. Diese Ausführung ist besonders für schwer zerspanbare Werkstoffe geeignet.
4. Aus welchen Werkstoffen bestehen K0979 Gewindeeinsätze?
Die Gewindeeinsätze sind aus Stahl oder Edelstahl 1.4305 erhältlich. Stahl ist einsatzgehärtet und verzinkt, Edelstahl ist blank ausgeführt.
5. Welche Innengewinde sind typisch?
Typische Innengewinde sind M3, M4, M5, M6, M8, M10 und M12. Die passende Größe richtet sich nach Schraube, Belastung, Bauteildicke und Grundmaterial.
6. Praxisfall: Eignen sich K0979 Gewindeeinsätze für Aluminiumgehäuse?
Ja, das ist eine typische Anwendung. Der Einsatz verbessert die Belastbarkeit und Verschleißfestigkeit der Schraubstelle, besonders wenn Abdeckungen oder Bauteile regelmäßig gelöst werden.
7. Praxisfall: Können beschädigte Gewinde repariert werden?
Ja, sofern ausreichend Material vorhanden ist. Das beschädigte Gewinde wird aufgebohrt, der passende Gewindeeinsatz wird eingedreht und stellt ein neues belastbares Innengewinde bereit.
8. Praxisfall: Sind die Einsätze für Kunststoffteile geeignet?
Ja, sie können in Duroplasten und Thermoplasten eingesetzt werden. Wichtig sind ein passender Kernlochdurchmesser, ausreichender Randabstand und eine werkstoffgerechte Montage.
9. Was ist bei der Montage besonders wichtig?
Das Aufnahmeloch muss den richtigen Durchmesser und ausreichende Tiefe haben. Der Einsatz muss gerade eingedreht werden. Bei Serienmontage empfiehlt sich ein geeignetes Maschinen-Einbauwerkzeug.
10. Warum Gewindeeinsätze bei Normteile Leinigen bestellen?
Normteile Leinigen bietet technische Beschaffung ohne Mindestbestellwert und ermöglicht die Bündelung aller vertriebenen Marken in einer Bestellung. Das erleichtert die Versorgung mit Gewindeeinsätzen, Einbauwerkzeugen, Schrauben und weiteren Normteilen.
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