Lager: Gleitlager, Rillenkugellager & mehr
Präzise, langlebig und für jede Herausforderung die passende Bauart – unsere Lager sichern den reibungslosen Betrieb Ihrer Maschinen und Anlagen. Ob hochbelastetes Pendelrollenlager im rauen Industrieumfeld, präzises Spindellager in der Werkzeugmaschine oder wartungsfreies Gleitlager in sensiblen Produktionsbereichen: Bei uns finden Sie eine große Auswahl an Lagern für radiale, axiale und kombinierte Lasten. Mit fundiertem Fachwissen, einem breiten Sortiment und praxisnaher Beratung unterstützen wir Sie dabei, genau das Lager zu wählen, das Ihre Anforderungen optimal erfüllt.
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Unsere Lager im Überblick
Für jede Anwendung das passende Lager – von wartungsfreien Gleitlagern bis zu hochpräzisen Spindellagern. Jedes Lager ist auf bestimmte Belastungen, Drehzahlen und Einsatzumgebungen optimiert. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Bauarten:
- Gleitlager: Selbstschmierend, wartungsarm, ideal bei Schmutz, Trockenlauf oder begrenztem Schmierstoffzugang.
- Gleitlager mit Bund: Mit axialer Abstützung; bewährt bei Schubkräften, montagefreundlich durch Einpresspassung.
- Lineargleitlager: Wartungsarme Linearbewegung ohne externe Schmierung, schmutzunempfindlich und vibrationsdämpfend.
- Rillenkugellager: Allrounder mit hoher Drehzahlfestigkeit und geringer Reibung; für radiale und beidseitige axiale Lasten.
- Schrägkugellager: Für kombinierte Lasten; Kontaktwinkel bestimmt Verhältnis aus Axialtragfähigkeit und Grenzdrehzahl.
- Spindellager: Hochpräzise Schrägkugellager mit Vorspannung für Spielfreiheit und höchste Drehzahlen.
- Pendelrollenlager: Selbstausrichtend bei Winkelfehlern, sehr tragfähig und robust für raue Umgebungen.
- Stehlager (Gehäuselager): UC-Einsatzlager im Gehäuse für schnelle Montage, Selbstausrichtung und einfache Instandhaltung.
Ob Präzision, Belastbarkeit oder Wartungsfreiheit – mit unserer breiten Auswahl an Lagern finden Sie für nahezu jede technische Herausforderung die passende Lösung. Jedes unserer Lager wird sorgfältig nach Qualitätsstandards gefertigt und bietet die optimale Kombination aus Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit.
Gleitlager: Selbstschmierende Lager für anspruchsvolle Umgebungen
Gleitlager punkten durch ihre einfache Bauform und die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig zu arbeiten. Varianten aus Sinterbronze sind mit Öl getränkt und geben bei Bewegung automatisch Schmierstoff an die Welle ab – so bleiben sie wartungsfrei und langlebig. PTFE-Verbundlager hingegen sind für den Trockenlauf optimiert, bieten einen sehr niedrigen Reibwert und kommen ohne zusätzliche Schmiermittel aus.
Besonders in staubigen, feuchten oder chemisch belasteten Umgebungen zeigen Gleitlager ihre Stärken, da keine empfindlichen Wälzelemente vorhanden sind. Für eine lange Lebensdauer ist die korrekte Passung entscheidend: Empfohlen wird eine Gehäusetoleranz H7 und die Montage durch Einpressen statt Einschlagen, um Beschädigungen zu vermeiden.
Eingesetzt werden Gleitlager unter anderem in Förderanlagen, Landmaschinen oder in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, wo ein störungsfreier, leiser Lauf und minimaler Wartungsaufwand gefordert sind.
Gleitlager mit Bund: Axiale Abstützung & sichere Passung
Gleitlager mit Bund bieten neben der radiale Lastaufnahme auch eine zuverlässige Abstützung axialer Kräfte. Der Bund dient gleichzeitig als Anschlagfläche, was die Positionierung im Gehäuse erleichtert und eine exakte Montage sicherstellt. Dadurch sind sie besonders für Anwendungen geeignet, bei denen Bauteile nicht in axialer Richtung verrutschen dürfen.
Typische Werkstoffe sind ölgetränkte Sinterbronze für wartungsfreie Anwendungen oder PTFE-Verbundmaterialien für Trockenlauf und sehr niedrige Reibwerte. Wie bei allen Gleitlagern gilt: Die Einpressmontage mit passender Gehäusetoleranz (z. B. H7) verhindert Beschädigungen und sorgt für einen spielfreien Sitz.
Sie kommen häufig in Schubspindeln, Fördersystemen oder Maschinenführungen zum Einsatz, wo eine Kombination aus axialer Fixierung und radialer Lagerung gefragt ist.
Lineargleitlager: Wartungsarme Führung ohne externe Schmierung
Lineargleitlager sind speziell für präzise Linearbewegungen ausgelegt und arbeiten dank selbstschmierender Laufflächen völlig ohne externe Schmierstoffversorgung. Werkstoffe wie eloxiertes Aluminium mit Frelon®-Gleitfläche oder PTFE-Verbundmaterial sorgen für geringen Reibwert, ruhigen Lauf und eine lange Lebensdauer – selbst unter schwierigen Umweltbedingungen.
Ihre Schmutzunempfindlichkeit macht sie ideal für Umgebungen mit Staub, Feuchtigkeit oder chemischer Belastung. Zudem wirken sie vibrations- und geräuschdämpfend, was besonders in sensiblen Anwendungen wie der Lebensmittel-, Pharma- oder Medizintechnik von Vorteil ist.
Dank ihres breiten Temperaturbereichs von teils −240 °C bis +260 °C sind sie auch für extreme Umgebungen geeignet. Häufig finden sie Verwendung in Maschinenführungen, Verpackungsanlagen oder Präzisionsautomaten, wo eine gleichmäßige, wartungsarme Bewegung gefordert ist.
Rillenkugellager: Universelle Allrounder (2Z/2RSR)
Rillenkugellager zählen zu den am weitesten verbreiteten Lagerarten – und das aus gutem Grund: Sie kombinieren hohe Drehzahlen mit einem geringen Reibmoment und sind in der Lage, radiale sowie axiale Lasten in beide Richtungen zuverlässig aufzunehmen. Durch ihre Bauform eignen sie sich für eine Vielzahl von Anwendungen – von Elektromotoren über Getriebe bis hin zu Förderanlagen.
Je nach Einsatzumgebung stehen Ihnen bei uns unterschiedliche Dichtungsvarianten zur Verfügung:
- 2Z (Metall-Spaltdichtung) schützt vor grobem Schmutz und erlaubt besonders hohe Drehzahlen.
- 2RSR (Gummi-Lippendichtung) bietet einen verbesserten Schutz gegen Feuchtigkeit und Feinstaub, eignet sich jedoch eher für moderate Drehzahlen.
Gefertigt nach DIN 625-1 und mit hoher Fertigungspräzision, gewährleisten Rillenkugellager eine lange Lebensdauer bei minimalem Wartungsaufwand. Wichtig: Sie tolerieren nur sehr geringe Schiefstellungen, weshalb eine präzise Ausrichtung bei der Montage entscheidend ist.
Schrägkugellager: Kontaktwinkel & Paarung für kombinierte Lasten
Schrägkugellager sind für Anwendungen optimiert, in denen radiale und axiale Lasten gleichzeitig auftreten. Charakteristisch ist ihr Kontaktwinkel – typischerweise 15°, 25°, 30° oder 40° – der das Verhältnis zwischen Axialtragfähigkeit und Grenzdrehzahl bestimmt:
- Kleiner Winkel (z. B. 15°) → höhere Drehzahlen, geringere Axiallasten
- Großer Winkel (z. B. 40°) → höhere Axiallasten, reduzierte Drehzahl
Oft werden Schrägkugellager paarweise in Anordnungen wie DB (O-Anordnung), DF (X-Anordnung) oder DT (Tandem) verbaut, um Axialkräfte in beide Richtungen aufnehmen oder die Steifigkeit zu erhöhen. In Präzisionsanwendungen wird zusätzlich eine Vorspannung gewählt, um Spielfreiheit und exakte Positioniergenauigkeit sicherzustellen.
Typische Einsatzfelder sind Positionierantriebe, Pumpen und vor allem Werkzeugmaschinen, wo hohe Genauigkeit und zuverlässige Kraftübertragung gefragt sind.
Spindellager: Präzision & Steifigkeit für Hochgeschwindigkeitsspindeln
Spindellager sind hochgenaue Varianten der Schrägkugellager und speziell für den Einsatz in Werkzeugmaschinenspindeln entwickelt. Sie zeichnen sich durch geringe Fertigungstoleranzen (z. B. ISO P4 oder P2) und Kontaktwinkel von meist 15° oder 25° aus, wodurch sich ein optimales Verhältnis zwischen Drehzahlfestigkeit, Axialtragfähigkeit und Steifigkeit erreichen lässt.
Durch gezielte Vorspannung – in leichten, mittleren oder starken Klassen – wird Spielfreiheit sichergestellt und gleichzeitig die Rundlaufgenauigkeit verbessert. Das ist entscheidend, wenn höchste Präzision bei der Bearbeitung gefordert ist, etwa bei CNC-Fräs- oder Schleifspindeln.
Dank spezieller Schmierstoffe und optimierter Käfigkonstruktionen können Spindellager auch bei sehr hohen Drehzahlen über lange Zeit zuverlässig arbeiten. Sie sind daher die erste Wahl, wenn es um maximale Genauigkeit und dauerhafte Betriebssicherheit im Hochgeschwindigkeitsbereich geht.
Pendelrollenlager: Selbstausrichtung unter hoher Last
Pendelrollenlager sind die richtige Wahl, wenn sehr hohe Radiallasten auftreten und gleichzeitig Winkelfehler oder Verformungen im Lagerumfeld ausgeglichen werden müssen. Ihre sphärischen Laufbahnen ermöglichen eine Selbstausrichtung von typischerweise 1° bis 2°, wodurch sie selbst bei ungenauer Fluchtung zuverlässig arbeiten.
Die Bauform mit zwei Reihen tonnenförmiger Rollen sorgt für enorme Tragfähigkeit und hohe Robustheit – auch bei Stößen oder Vibrationen. Dichtungsoptionen schützen zusätzlich vor Staub, Feuchtigkeit und abrasiven Medien, was die Lebensdauer in rauen Einsatzbedingungen deutlich erhöht.
Typische Anwendungsbereiche sind Schwerindustrie, Bergbau, Fördertechnik oder Walzwerke, in denen Maschinenkomponenten dauerhaft hohen Belastungen und widrigen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.
Stehlager (Gehäuselager): UCP/UCF-Einheiten für schnelle Montage
Stehlager, auch als Gehäuselager bekannt, kombinieren ein UC-Einsatzlager mit einem stabilen Gehäuse – meist aus Grauguss – zu einer sofort einbaufähigen Einheit. Der sphärische Außenring des Einsatzlagers erlaubt eine Selbstausrichtung innerhalb des Gehäuses und gleicht so leichte Winkelfehler zwischen Welle und Lager aus.
Die Fixierung auf der Welle erfolgt in der Regel über Gewindestifte im Innenring. Dadurch lassen sich Stehlager unkompliziert montieren, austauschen oder nachjustieren. Varianten wie UCP (Stehlagergehäuse mit Fuß) oder UCF (Flanschlager mit vier Befestigungslöchern) bieten flexible Befestigungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Einbausituationen.
Eingesetzt werden Stehlager unter anderem in Förderanlagen, Landmaschinen, Antriebsmodulen oder Produktionslinien, wo Montagefreundlichkeit, Selbstausrichtung und lange Standzeiten gleichermaßen gefragt sind.
So wählen Sie das richtige Lager: Lasten, Drehzahl, Dichtung & Umgebung
Die Auswahl des passenden Lagers hängt maßgeblich von den Betriebsbedingungen und den technischen Anforderungen Ihrer Anwendung ab. Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen:
- Art der Belastung: Handelt es sich überwiegend um radiale, axiale oder kombinierte Lasten?
- Drehzahl: Hohe Drehzahlen erfordern Lager mit geringem Reibmoment und präziser Fertigung, wie z. B. Rillenkugellager oder Spindellager.
- Dichtungsart: Metall-Spaltdichtungen (2Z) bieten hohe Drehzahlen bei moderatem Schutz, Lippendichtungen (2RSR) schützen besser vor Feuchtigkeit und Feinstaub, reduzieren jedoch die maximale Drehzahl.
- Temperaturbereich & Umgebung: Extreme Temperaturen, Feuchtigkeit, Staub oder chemische Einflüsse beeinflussen die Material- und Schmiermittelauswahl.
- Genauigkeitsanforderungen: Präzisionsklassen nach ISO 492 oder DIN 625-1 sind bei hochgenauen Anwendungen entscheidend.
- Ausrichtungsfähigkeit: Bei erwarteten Winkelfehlern sind selbstausrichtende Lager wie Pendelrollenlager oder UC-Einsatzlager in Gehäusen im Vorteil.
Eine sorgfältige Analyse dieser Parameter hilft, die Lebensdauer des Lagers zu maximieren, Ausfälle zu vermeiden und den Wartungsaufwand zu minimieren.
Montage & Praxis: Tipps für lange Laufzeiten
Die Lebensdauer eines Lagers beginnt bei der Montage – Fehler in diesem Schritt führen oft zu vorzeitigen Ausfällen. Beachten Sie deshalb folgende Grundsätze:
- Sauberkeit: Lagereinbauräume, Wellen und Gehäuse müssen frei von Schmutz, Spänen oder Feuchtigkeit sein.
- Passungen: Verwenden Sie die vom Hersteller empfohlenen Toleranzen, z. B. Gehäusebohrung H7 für viele Gleitlager.
- Montageverfahren: Gleitlager sollten eingepresst, nicht eingeschlagen werden, um Schäden an Lauf- und Passflächen zu vermeiden.
- Ausrichtung: Bei Gehäuselagern (UCP/UCF) ist die richtige Positionierung der Befestigungsschrauben wichtig, damit die Selbstausrichtung funktionieren kann.
- Vorspannung: Bei Schrägkugel- und Spindellagern sorgt eine korrekt eingestellte Vorspannung für Spielfreiheit und Präzision.
- Schmierung: Wälzlager müssen mit dem passenden Schmierfett oder -öl befüllt sein; die Nachschmierintervalle hängen von Dichtung, Drehzahl und Umgebung ab.
Zusätzlich lohnt sich eine regelmäßige Zustandskontrolle: Ungewöhnliche Geräusche, Temperaturanstieg oder erhöhter Laufwiderstand sind Warnsignale, die sofort überprüft werden sollten. So sichern Sie lange Standzeiten und vermeiden ungeplante Stillstände.
Branchen & Anwendungen: Wo unsere Lager punkten
Unsere Lager sind so vielfältig wie die Branchen, in denen sie eingesetzt werden. Dank der unterschiedlichen Bauarten – von wartungsfreien Gleitlagern bis hin zu hochpräzisen Spindellagern – können wir nahezu jede technische Anforderung abdecken:
- E-Motoren & Getriebe: Zuverlässiger Dauerlauf mit Rillenkugellagern bei hohen Drehzahlen und geringen Reibmomenten.
- Werkzeugmaschinen:Schrägkugellager und Spindellager für höchste Genauigkeit und Steifigkeit bei Positionier- und Bearbeitungsspindeln.
- Schwerindustrie & Bergbau:Pendelrollenlager für extreme Radiallasten, Stoßbelastungen und den Ausgleich von Winkelfehlern.
- Fördertechnik & Landmaschinen:Stehlagergehäuse (UCP/UCF) für montagefreundliche, robuste Lösungen, auch in staubigen oder feuchten Umgebungen.
- Lebensmittel-, Pharma- & Chemieindustrie:Gleitlager und Lineargleitlager für schmierfreie, saubere und korrosionsresistente Führungen.
Egal ob in Serienfertigung oder im harten Dauereinsatz – wir bieten die passenden Lager, die Ihren Anforderungen in Sachen Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit gerecht werden.