Knebelschraube DIN 6304, Gewinde D1: M20, Länge L1: 90
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EAN: 4059245040599
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Knebelschrauben DIN 6304 für manuelles Spannen, Fixieren und Verstellen
Knebelschrauben DIN 6304 werden eingesetzt, wenn Bauteile schnell, direkt und werkzeuglos gespannt, fixiert, verstellt oder gelöst werden sollen. Sie verbinden eine Gewindeschraube mit einem querstehenden festen Knebel und ermöglichen dadurch eine einfache Bedienung von Hand. Besonders im Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Anlagenbau und in der Instandhaltung sind Knebelschrauben eine bewährte Lösung für wiederkehrende Klemm- und Einstellvorgänge.
Die Produktgruppe umfasst Knebelschrauben nach DIN 6304 in unterschiedlichen Gewindegrößen und Längen, zum Beispiel für Anwendungen mit metrischen Gewinden wie M6, M8, M10, M12, M16 oder M20. Je nach Variante unterscheiden sich Gewindedurchmesser, Schraubenlänge, Knebelabmessung, Spannweg und Einsatzbereich. Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Spann- und Bedienelementen ist die richtige Zuordnung von Gewinde, Länge, Bedienraum und Klemmaufgabe entscheidend.
Funktion einer Knebelschraube DIN 6304
Eine Knebelschraube besitzt am einen Ende ein metrisches Gewinde und am anderen Ende einen fest verbundenen Quergriff. Dieser feste Knebel dient als Handgriff und ermöglicht das Anziehen oder Lösen ohne zusätzliches Werkzeug. Dadurch lassen sich Vorrichtungen, Anschläge, Führungen, Abdeckungen, Spannstücke oder Einstellelemente schnell bedienen.
Die DIN 6304 beschreibt Knebelschrauben mit festem Knebel. Sie werden besonders dort eingesetzt, wo relativ geringe Anzugs- und Lösemomente benötigt werden und eine schnelle manuelle Bedienung wichtiger ist als ein sehr hohes Schraubenanzugsmoment. Damit sind sie ideal für Spannaufgaben im Vorrichtungsbau und für Bedienpunkte, die regelmäßig geöffnet oder verstellt werden.
Technischer Aufbau und Normumfeld
Der typische Aufbau besteht aus Gewinde, Schaft beziehungsweise Druckzapfen und festem Knebel. Der Druckzapfen kann je nach Ausführung direkt auf ein Bauteil wirken oder in Kombination mit einem passenden Druckstück verwendet werden. Im Normumfeld sind neben DIN 6304 auch Druckstücke nach DIN 6311 sowie verwandte Spann- und Bedienelemente wie Knebelschrauben mit losem Knebel nach DIN 6306, Klemmhebel, Sterngriffe, Flügelschrauben und Rastbolzen relevant.
Der feste Knebel bietet eine robuste, einfache und gut greifbare Bedienmöglichkeit. Im Vergleich zu einer normalen Sechskantschraube entfällt das Werkzeug. Im Vergleich zu einem Sterngriff ist der Knebel besonders dann vorteilhaft, wenn eine längliche Griffgeometrie besser zugänglich ist oder der Bediener eine klare Hebelwirkung benötigt.
Werkstoff und Ausführung
Knebelschrauben DIN 6304 werden häufig aus Stahl gefertigt. Je nach Hersteller und Ausführung sind einsatzgehärtete, brünierte oder anderweitig oberflächenbehandelte Stahlausführungen üblich. Die Härtung der Druckfläche ist wichtig, wenn die Schraube wiederholt gegen Spannstücke, Werkstücke oder Vorrichtungsteile wirkt.
Bei Anwendungen mit empfindlichen Werkstücken kann ein Druckstück oder eine Schutzauflage sinnvoll sein, damit die Drehbewegung und die Punktbelastung nicht direkt auf die Oberfläche übertragen werden. In bestimmten Normumfeldern und Herstellerprogrammen gibt es außerdem Ausführungen mit Druckstück, Kunststoffkappe oder Edelstahlvarianten. Für die konkrete Auswahl sollte immer die technische Ausführung der jeweiligen Variante beachtet werden.
Varianten und Auswahl nach Gewindegröße
Die Auswahl erfolgt in erster Linie über Gewindegröße und Schraubenlänge. Kleine Gewindegrößen wie M6 oder M8 eignen sich für leichte Klemmungen, Schutzhauben, Einstellanschläge, einfache Halterungen oder kompakte Vorrichtungen. Mittlere Größen wie M10 und M12 werden häufig für Maschinenbaugruppen, Montagevorrichtungen und verstellbare Anschläge eingesetzt. Größere Varianten wie M16 oder M20 kommen bei robusteren Spannaufgaben und größeren Vorrichtungsaufbauten zum Einsatz.
Die Länge der Knebelschraube muss zum Bauteilaufbau, zur Gewindetiefe, zum benötigten Spannweg und zum Bedienraum passen. Eine zu kurze Schraube kann nicht ausreichend greifen oder spannen. Eine zu lange Schraube kann stören, unnötige Wege verursachen oder in der Maschine kollidieren. Deshalb sollten Einbauposition, Handzugänglichkeit und Verstellweg immer gemeinsam betrachtet werden.
Einsatzbereiche im Maschinenbau und Vorrichtungsbau
Knebelschrauben DIN 6304 werden besonders häufig im Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Sondermaschinenbau, Anlagenbau, Betriebsmittelbau, Prüfmittelbau und in Montagearbeitsplätzen verwendet. Sie eignen sich für manuelle Verstellungen an Baugruppen, Maschinen, Aggregaten und Vorrichtungen.
Typische Anwendungen sind Spannvorrichtungen, Anschläge, Schiebeeinheiten, Schutzabdeckungen, Klappen, Halterungen, Positionierelemente, Montagehilfen, Prüfaufnahmen, Werkstückauflagen und Maschinentische. Überall dort, wo ein Bauteil wiederholt fixiert und gelöst werden soll, reduziert eine Knebelschraube den Bedienaufwand.
Praxisbeispiele für typische Anwendungen
In einer Montagevorrichtung kann eine Knebelschraube DIN 6304 einen verstellbaren Anschlag fixieren. Der Bediener löst den Knebel von Hand, verschiebt den Anschlag auf die gewünschte Position und zieht ihn wieder fest. Das spart Zeit gegenüber einer Werkzeugverschraubung.
Bei einer Schutzhaube oder Maschinenabdeckung kann eine Knebelschraube als Schnellbefestigung dienen. Wartungspersonal kann die Abdeckung ohne Schraubenschlüssel lösen und nach der Kontrolle wieder sicher befestigen.
Im Prüfmittelbau kann eine Knebelschraube eine Aufnahmeplatte oder ein Messanschlag fixieren. Da die Verstellung regelmäßig erfolgt, ist die werkzeuglose Bedienung besonders praktisch und reduziert Rüstzeiten.
Klemmkraft, Bedienmoment und Belastung
Knebelschrauben DIN 6304 sind für manuelles Spannen und Fixieren ausgelegt. Die erreichbare Klemmkraft hängt von Gewindegröße, Reibung, Bedienkraft, Knebellänge, Schmierung und Gegenfläche ab. Sie sind nicht dafür gedacht, eine hochfeste Schraubenverbindung mit definiertem Drehmoment zu ersetzen.
Bei wiederholten Spannvorgängen sollte die Druckfläche zur Anwendung passen. Wenn empfindliche Oberflächen, lackierte Bauteile, Aluminiumteile oder weiche Werkstoffe gespannt werden, ist ein Druckstück oder eine Schutzauflage empfehlenswert. So lassen sich Druckstellen, Riefen und Oberflächenschäden reduzieren.
Montage und Anwendungshinweise
Die Gewindebohrung oder Mutter muss zur jeweiligen Gewindegröße passen und ausreichend tragfähig sein. Das Gewinde sollte sauber, gratfrei und leichtgängig sein. Verschmutzte oder beschädigte Gewinde erhöhen den Bedienaufwand und können die Funktion beeinträchtigen.
Beim Einbau ist darauf zu achten, dass der Knebel frei gedreht werden kann und genügend Handraum vorhanden ist. Besonders in engen Maschinenbereichen, an Schutzhauben oder zwischen Vorrichtungselementen sollte vorab geprüft werden, ob der Knebel vollständig betätigt werden kann. Bei stark vibrierenden Anwendungen kann eine zusätzliche Sicherung oder eine alternative Lösung wie Klemmhebel mit Rastmechanik sinnvoll sein.
Beschaffungsvorteile bei Normteile Leinigen
Normteile Leinigen unterstützt technische Einkäufer, Disponenten, Konstrukteure, Fertigungsleiter und Instandhalter bei der strukturierten Beschaffung von Knebelschrauben, Klemmhebeln, Sterngriffen, Rastbolzen, Spanntechnik, Schrauben, Muttern, Scheiben und weiteren Maschinenelementen. Es gibt keine Mindestbestellwerte. Dadurch können auch einzelne Knebelschrauben, Ersatzteile oder projektbezogene Kleinmengen wirtschaftlich bestellt werden.
Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Bestellaufwand, vereinfacht die Disposition und macht die Versorgung mit Normteilen, Bedienteilen und Spannkomponenten deutlich übersichtlicher.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie Knebelschrauben DIN 6304 immer nach Gewindegröße, Schraubenlänge, Bedienraum, Spannaufgabe und Werkstückoberfläche aus. Für häufig bediente Klemmstellen ist die werkzeuglose Handbetätigung ein klarer Vorteil. Bei empfindlichen Oberflächen sollte geprüft werden, ob ein Druckstück oder eine Schutzkappe erforderlich ist. Für vibrierende oder sicherheitskritische Anwendungen sollte zusätzlich bewertet werden, ob eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Lösen notwendig ist.
FAQ zu Knebelschrauben DIN 6304
1. Wofür werden Knebelschrauben DIN 6304 verwendet?
Knebelschrauben DIN 6304 werden zum manuellen Spannen, Fixieren, Verstellen und Lösen von Bauteilen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Vorrichtungen, Anschläge, Schutzhauben, Montagehilfen, Prüfaufnahmen und Maschinenbaugruppen.
2. Was bedeutet DIN 6304?
DIN 6304 beschreibt Knebelschrauben mit festem Knebel. Die Norm legt geometrische und technische Grundlagen fest, damit die Schrauben als standardisierte Spann- und Bedienelemente eingesetzt werden können.
3. Was ist der Vorteil gegenüber einer normalen Schraube?
Eine Knebelschraube kann ohne Werkzeug bedient werden. Der feste Knebel dient als Griff und ermöglicht schnelles Anziehen und Lösen. Das ist besonders praktisch bei häufigen Verstellungen oder wiederkehrenden Rüstvorgängen.
4. Welche Gewindegrößen sind typisch?
Typische Varianten gibt es unter anderem in M6, M8, M10, M12, M16 und M20. Die passende Größe richtet sich nach Klemmaufgabe, Bauraum, Gewindetiefe, Bauteilstärke und benötigter Spannkraft.
5. Wann ist ein Druckstück sinnvoll?
Ein Druckstück ist sinnvoll, wenn die Knebelschraube auf empfindliche, unebene oder zylindrische Flächen wirkt. Es kann helfen, die Druckkraft besser zu übertragen und Oberflächenbeschädigungen zu reduzieren.
6. Praxisfall: Welche Knebelschraube eignet sich für eine Montagevorrichtung?
Für eine Montagevorrichtung wird die Knebelschraube nach Gewindegröße, Spannweg und Bedienraum ausgewählt. Häufig sind M8, M10 oder M12 geeignet, wenn Anschläge, Halterungen oder Aufnahmen regelmäßig von Hand verstellt werden.
7. Praxisfall: Kann eine Knebelschraube für eine Schutzhaube verwendet werden?
Ja, Knebelschrauben eignen sich gut für Schutzhauben und Abdeckungen, die regelmäßig geöffnet werden müssen. Wichtig ist, dass der Knebel frei bedienbar ist und die Verbindung bei Vibrationen ausreichend gesichert bleibt.
8. Praxisfall: Was ist bei empfindlichen Werkstücken zu beachten?
Bei empfindlichen Werkstücken sollte die Knebelschraube nicht direkt mit harter Druckfläche auf die Oberfläche wirken. Ein Druckstück oder eine Schutzkappe kann Druckstellen, Kratzer und Drehspuren vermeiden.
9. Sind Knebelschrauben für hohe Drehmomente geeignet?
Knebelschrauben DIN 6304 sind für manuelle Bedienung und relativ geringe Anzugs- und Lösemomente ausgelegt. Für hochfeste Schraubenverbindungen mit definiertem Drehmoment sind klassische Schrauben mit Werkzeugbetätigung besser geeignet.
10. Warum Knebelschrauben bei Normteile Leinigen bestellen?
Normteile Leinigen bietet technische Beschaffung ohne Mindestbestellwert und ermöglicht die Bündelung aller vertriebenen Marken in einer Bestellung. Das spart Zeit und erleichtert die Versorgung mit Knebelschrauben, Bedienteilen, Spanntechnik und weiteren Normteilen.
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