Knebelschraube DIN 6306, Gewinde D1: M10, Länge L1: 50
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EAN: 4059245040612
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Knebelschrauben DIN 6306 mit losem Knebel für werkzeugloses Spannen und Andrücken
Knebelschrauben DIN 6306 sind robuste Spann- und Bedienelemente für Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Anlagenbau, Montagetechnik, Prüftechnik und Instandhaltung. Sie werden eingesetzt, wenn Bauteile manuell gespannt, geklemmt, angedrückt, eingestellt oder gesichert werden sollen. Durch den querliegenden Knebel lassen sich Knebelschrauben ohne zusätzliches Werkzeug betätigen und bieten eine gute Kraftübertragung bei gleichzeitig einfacher Handhabung.
Normteile Leinigen führt Knebelschrauben DIN 6306 als Produktgruppe in unterschiedlichen Gewindedurchmessern, Gewindelängen und Ausführungen. Die Bauform mit losem Knebel ist besonders praktisch, wenn der Knebel verschiebbar bleiben soll und in engen Einbausituationen eine flexible Bedienposition benötigt wird. Typische Varianten bestehen aus Stahl, sind brüniert und verfügen über einen gehärteten Druckzapfen. Damit eignen sie sich für wiederkehrende Spann- und Andrückaufgaben in industriellen Anwendungen.
Funktion und technischer Nutzen von Knebelschrauben DIN 6306
Eine Knebelschraube DIN 6306 kombiniert eine Gewindeschraube mit einem querliegenden Knebelgriff. Der Knebel dient als manuelles Betätigungselement. Durch Drehen des Knebels wird die Schraube ein- oder ausgeschraubt und erzeugt eine axiale Spann- oder Andrückkraft. Dadurch lassen sich Werkstücke, Anschläge, Vorrichtungsteile, Abdeckungen, Führungen oder Klemmstücke schnell und kontrolliert fixieren.
Der besondere Vorteil liegt in der werkzeuglosen Bedienung. Bediener, Einrichter und Instandhalter können Knebelschrauben direkt von Hand lösen und anziehen. Das spart Zeit bei Rüstvorgängen, reduziert Werkzeugbedarf und verbessert die Zugänglichkeit bei Maschinen, Vorrichtungen und Montagearbeitsplätzen.
DIN 6306 und Abgrenzung zu DIN 6304
DIN 6306 beschreibt Knebelschrauben mit losem Knebel. Bei dieser Ausführung ist der Knebel verschiebbar und wird durch eine Druckfeder in jeder Lage gehalten. Ringe beziehungsweise Begrenzungen verhindern, dass der Knebel unbeabsichtigt herausfällt. Dadurch bleibt der Knebel unverlierbar und kann je nach Einbausituation passend verschoben werden.
DIN 6304 beschreibt dagegen Knebelschrauben mit festem Knebel. Dort ist der Knebel eingepresst und nicht verschiebbar. Die Auswahl zwischen DIN 6306 und DIN 6304 hängt daher stark von der Bedienumgebung ab. Wenn ein flexibler Griffweg, bessere Zugänglichkeit oder eine variable Hebelposition benötigt wird, ist DIN 6306 mit losem Knebel häufig die bessere Wahl.
Werkstoff, Oberfläche und Ausführung
Knebelschrauben DIN 6306 werden häufig aus Stahl gefertigt. Typische Ausführungen sind brüniert, der Druckzapfen ist gehärtet. Die Brünierung bietet einen einfachen Oberflächenschutz und eine dunkle technische Optik. Der gehärtete Druckzapfen verbessert die Verschleißfestigkeit an der Kontaktstelle und ist besonders wichtig, wenn die Schraube regelmäßig gespannt, gelöst oder gegen metallische Gegenstücke gedrückt wird.
Je nach Hersteller und Ausführung sind auch Edelstahlvarianten erhältlich, zum Beispiel für Anwendungen mit erhöhter Korrosionsanforderung. Bei Edelstahl-Knebelschrauben können Endkappen aus Kunststoff und Druckfedern aus Edelstahl zum Einsatz kommen. Für Anwendungen mit Feuchtigkeit, Reinigungsmedien oder hygienisch sensibleren Umgebungen sollte die Werkstoffauswahl sorgfältig geprüft werden.
Formen und Varianten innerhalb der Produktgruppe
Knebelschrauben DIN 6306 sind in verschiedenen Gewindedurchmessern und Längen erhältlich. Gängige Gewindegrößen reichen je nach Sortiment von kleineren Abmessungen wie M6 bis zu größeren Varianten für robuste Spannaufgaben. Die Länge wird passend zur Bauteildicke, Einschraubtiefe, Spannhöhe und gewünschten Verstellmöglichkeit ausgewählt.
Technisch wichtig ist auch die Druckseite. Knebelschrauben können direkt mit dem Druckzapfen auf ein Bauteil wirken oder mit zusätzlichen Druckstücken beziehungsweise Fußtellern kombiniert werden. Durch Druckstücke oder Fußteller wird die Auflagefläche vergrößert. Gleichzeitig kann ein Winkelausgleich erreicht werden, wenn die Spannfläche nicht exakt parallel zur Schraubenachse steht.
Typische Einsatzbereiche
- Vorrichtungsbau: manuelles Spannen von Anschlägen, Werkstückauflagen, Spannleisten und Wechselaufnahmen.
- Maschinenbau: Fixieren von Abdeckungen, Führungen, Verstelleinheiten, Haltern und Maschinenelementen.
- Werkzeugbau: Andrücken und Sichern von Vorrichtungsteilen, Lehren, Anschlägen und Hilfsaufnahmen.
- Montagetechnik: werkzeugloses Klemmen von Bauteilen, Montagehilfen und verstellbaren Einheiten.
- Prüftechnik: Fixieren von Prüflingen, Adaptern, Anschlägen und Einstellelementen.
- Anlagenbau: lösbare Klemm- und Haltefunktionen an Schutzabdeckungen, Klappen, Führungen und Baugruppen.
- Instandhaltung: schneller Ersatz für verschlissene Spannschrauben und werkzeuglos bedienbare Klemmstellen.
Auswahlkriterien für die passende Knebelschraube
Bei der Auswahl einer Knebelschraube DIN 6306 sollten Gewindedurchmesser, Gewindelänge, Einbauraum, Spannkraft, Druckfläche, Bedienhäufigkeit und Umgebung gemeinsam betrachtet werden. Die Schraube muss zur vorhandenen Gewindebohrung passen und ausreichend Einschraubtiefe besitzen. Gleichzeitig muss genügend Raum vorhanden sein, damit der Knebel sicher gedreht und verschoben werden kann.
- Gewindedurchmesser: passend zur Gewindebohrung, Belastung und gewünschten Spannkraft wählen.
- Gewindelänge: auf Bauteildicke, Einschraubtiefe und Verstellweg abstimmen.
- Loser Knebel: sinnvoll bei beengten Einbauverhältnissen und variabler Bedienposition.
- Druckzapfen: gehärtete Ausführung für verschleißfeste Kontaktstelle nutzen.
- Druckstück oder Fußteller: einsetzen, wenn größere Auflagefläche oder Winkelausgleich erforderlich ist.
- Werkstoff: Stahl brüniert für robuste Standardanwendungen, Edelstahl bei Korrosionsanforderung.
- Bedienraum: Freiraum für Knebelbewegung und Handbedienung einplanen.
- Oberfläche des Werkstücks: bei empfindlichen Oberflächen Druckstück, Schonauflage oder Fußteller prüfen.
Montage und konstruktive Hinweise
Die Knebelschraube wird in ein vorbereitetes Innengewinde eingeschraubt. Das Gewinde sollte sauber, tragfähig und ausreichend tief sein. Der Druckzapfen muss auf eine geeignete Gegenfläche treffen. Bei empfindlichen Bauteilen, lackierten Oberflächen, Aluminiumteilen oder weichen Werkstoffen sollte ein Druckstück, Fußteller oder eine Schonauflage verwendet werden, um Druckstellen zu reduzieren.
Bei Anwendungen mit häufigem Verstellen ist auf gute Zugänglichkeit des Knebels zu achten. Der lose Knebel kann verschoben werden und ermöglicht dadurch eine bessere Bedienbarkeit in engen Bereichen. Die Knebelschraube sollte nicht als hochfeste Schraubverbindung mit definierter Vorspannung missverstanden werden. Ihre Stärke liegt im manuellen Spannen, Andrücken und Fixieren, nicht in berechneten Schraubverbindungen mit exaktem Drehmoment.
Praxisbeispiele für Knebelschrauben DIN 6306
Verstellbarer Anschlag im Vorrichtungsbau: Ein Anschlag wird in einer Nut oder Führung verschoben und mit einer Knebelschraube DIN 6306 fixiert. Der lose Knebel erleichtert die Bedienung, auch wenn angrenzende Bauteile den Drehweg einschränken.
Werkstückauflage in einer Montagevorrichtung: Eine Auflage wird nach dem Einstellen manuell geklemmt. Die Knebelschraube erzeugt die Andrückkraft, während ein Druckstück die Auflagefläche vergrößert und Druckstellen am Bauteil reduziert.
Prüfadapter in der Qualitätssicherung: Ein Prüfadapter muss für unterschiedliche Varianten regelmäßig gewechselt werden. Mit Knebelschrauben lässt sich der Adapter werkzeuglos lösen und wieder sicher fixieren.
Schutzabdeckung an einer Maschine: Eine Abdeckung wird mit Knebelschrauben gehalten, damit sie bei Wartungsarbeiten schnell gelöst werden kann. Die werkzeuglose Bedienung spart Zeit und macht die Verbindung servicefreundlich.
Knebelschrauben im Vergleich zu Sterngriffschrauben und Klemmhebeln
Knebelschrauben bieten durch den querliegenden Knebel eine gute manuelle Hebelwirkung. Sie sind besonders geeignet, wenn eine robuste, einfache und gut greifbare Betätigung gewünscht ist. Sterngriffschrauben sind häufig komfortabler bei vielen kurzen Drehbewegungen und bieten eine kompakte Griffgeometrie. Klemmhebel sind besonders sinnvoll, wenn der Hebel nach dem Klemmen in eine definierte Position gebracht werden soll oder wenig Drehraum vorhanden ist.
Die Entscheidung hängt von Bedienhäufigkeit, Platzverhältnissen, gewünschter Spannkraft und ergonomischer Handhabung ab. Für einfache, robuste Spann- und Andrückaufgaben mit gutem Hebelarm ist die Knebelschraube DIN 6306 eine sehr praxisgerechte Lösung.
Beschaffungsvorteile bei Normteile Leinigen
Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Knebelschrauben, Klemmteilen, Bedienelementen, Vorrichtungselementen und technischen C-Teilen ist eine geordnete Beschaffung wichtig, weil häufig viele Komponenten aus unterschiedlichen Produktgruppen zusammen benötigt werden. Knebelschrauben DIN 6306 können gemeinsam mit Druckstücken, Fußtellern, Klemmhebeln, Sterngriffen, Rastbolzen, Nutensteinen, Schrauben, Muttern, Scheiben, Spannelementen, Maschinenfüßen, Lagern, Federn und weiteren Normteilen beschafft werden.
Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Bestellaufwand, vereinfacht die Disposition und unterstützt technische Einkäufer, Konstrukteure, Fertigungsleiter, Instandhalter, Betriebsleiter und Geschäftsführer bei einer strukturierten Versorgung. Zusätzlich gibt es keine Mindestbestellwerte. Dadurch lassen sich Einzelstücke, Ersatzteile, Muster, Reparaturbedarfe und Projektmengen wirtschaftlich bestellen.
Handlungsempfehlung
Wählen Sie Knebelschrauben DIN 6306, wenn Bauteile werkzeuglos, schnell und robust gespannt, angedrückt oder fixiert werden sollen und eine verschiebbare Knebelbedienung vorteilhaft ist. Prüfen Sie vor der Bestellung Gewindedurchmesser, Gewindelänge, Einschraubtiefe, Bedienraum, Druckfläche, Werkstoff, Korrosionsumgebung und die mögliche Kombination mit Druckstücken oder Fußtellern. Für Vorrichtungen mit häufigem Umrüsten ist DIN 6306 mit losem Knebel besonders empfehlenswert.
FAQ zu Knebelschrauben DIN 6306
1. Was ist eine Knebelschraube DIN 6306?
Eine Knebelschraube DIN 6306 ist eine Schraube mit losem, verschiebbarem Knebel. Sie wird zum manuellen Spannen, Andrücken, Fixieren und Klemmen von Bauteilen eingesetzt.
2. Wofür werden Knebelschrauben DIN 6306 verwendet?
Sie werden im Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Anlagenbau, in der Montage und in der Prüftechnik eingesetzt, zum Beispiel für Anschläge, Halter, Abdeckungen, Werkstückauflagen und Verstelleinheiten.
3. Was bedeutet loser Knebel?
Der Knebel ist verschiebbar und wird durch eine Druckfeder in jeder Lage gehalten. Begrenzungsringe verhindern, dass der Knebel herausfällt. Dadurch bleibt er unverlierbar und flexibel bedienbar.
4. Was ist der Unterschied zwischen DIN 6306 und DIN 6304?
DIN 6306 beschreibt Knebelschrauben mit losem Knebel. DIN 6304 beschreibt Knebelschrauben mit festem Knebel. Die lose Ausführung ist bei beengten oder variablen Bedienpositionen oft vorteilhafter.
5. Aus welchem Material bestehen Knebelschrauben DIN 6306?
Typische Ausführungen bestehen aus Stahl, sind brüniert und besitzen einen gehärteten Druckzapfen. Je nach Hersteller und Anwendung sind auch Edelstahlvarianten erhältlich.
6. Praxisfall: Eignen sich Knebelschrauben für verstellbare Anschläge?
Ja. Verstellbare Anschläge in Vorrichtungen lassen sich mit Knebelschrauben schnell von Hand lösen, verschieben und wieder fixieren. Der lose Knebel erleichtert die Bedienung bei eingeschränktem Bauraum.
7. Praxisfall: Können Knebelschrauben Werkstückauflagen spannen?
Ja. Werkstückauflagen oder Klemmstücke können mit Knebelschrauben manuell angedrückt werden. Bei empfindlichen Oberflächen sollte ein Druckstück oder Fußteller verwendet werden.
8. Praxisfall: Sind Knebelschrauben für Wartungsabdeckungen geeignet?
Ja. Abdeckungen, Klappen oder Serviceelemente können mit Knebelschrauben werkzeuglos befestigt werden. Das erleichtert Wartung und Instandhaltung.
9. Wann sollte ein Druckstück oder Fußteller verwendet werden?
Ein Druckstück oder Fußteller ist sinnvoll, wenn die Auflagefläche vergrößert, die Oberfläche geschont oder ein leichter Winkelausgleich erreicht werden soll.
10. Kann ich Knebelschrauben DIN 6306 mit anderen Normteilen zusammen bestellen?
Ja. Bei Normteile Leinigen können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Es gibt keine Mindestbestellwerte, sodass auch Einzelteile, Muster und Ersatzmengen wirtschaftlich beschafft werden können.
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