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Kugelrolle mit Befestigungselement, DK (Ø Kugel): 15,8, Werkstoff Gehäuse: Stahl verzinkt, Werkstoff Kugel: Edelstahl

Produktinformationen "Kugelrolle mit Befestigungselement"

Kugelrollen mit Befestigungselement für Fördertechnik, Werkstückhandling und Materialfluss

Kugelrollen mit Befestigungselement sind kompakte Förderelemente für den Maschinenbau, Anlagenbau, Vorrichtungsbau, die Montagetechnik, Fördertechnik, Verpackungstechnik und innerbetriebliche Logistik. Sie werden eingesetzt, wenn Werkstücke, Platten, Behälter, Bleche, Formen, Vorrichtungen oder Transportgüter leichtgängig in verschiedene Richtungen bewegt, gedreht, ausgerichtet oder verschoben werden sollen. Im Gegensatz zu einfachen Rollen ermöglichen Kugelrollen eine nahezu freie Bewegung in alle Richtungen auf einer Ebene.

Normteile Leinigen führt Kugelrollen mit Befestigungselement als Produktgruppe in verschiedenen Kugeldurchmessern, Tragzahlen und Werkstoffkombinationen. Typische Varianten dieser Baureihe sind mit Stahlgehäuse verzinkt sowie Lastkugeln aus Stahl verzinkt oder Edelstahl erhältlich. Durch das integrierte Befestigungselement lassen sich die Kugelrollen von der Funktionsseite aus montieren und demontieren. Die Fixierung erfolgt über federnde Krallen, die größere Toleranzen in der Einbaubohrung zulassen. Dadurch eignen sich diese Kugelrollen besonders für montagefreundliche Einbauten in Bleche, Platten, Tische, Vorrichtungen und Förderflächen.

Funktion und technischer Nutzen von Kugelrollen

Eine Kugelrolle besteht aus einer großen Lastkugel, mehreren kleinen Tragkugeln und einem Gehäuse. Die Lastkugel nimmt das Transportgut auf. Die darunter angeordneten Tragkugeln übertragen die Last in das Gehäuse und ermöglichen eine leichtgängige Bewegung der Lastkugel. Dadurch kann das Werkstück nicht nur linear, sondern auch quer, diagonal oder rotierend bewegt werden.

Der technische Nutzen liegt vor allem in der einfachen Handhabung schwerer oder unhandlicher Bauteile. Kugelrollen reduzieren Reibung, erleichtern das Ausrichten und ermöglichen eine flexible Bewegungsrichtung ohne Umsetzen des Werkstücks. In Montageplätzen, Zuführsystemen, Verpackungslinien, Prüftischen oder Wechselvorrichtungen können dadurch Arbeitsabläufe schneller, ergonomischer und prozesssicherer gestaltet werden.

Besonderheit: integriertes Befestigungselement

Bei Kugelrollen mit Befestigungselement ist die Befestigung bereits konstruktiv in die Baugruppe integriert. Die Montage erfolgt von der Funktionsseite aus. Das ist besonders vorteilhaft, wenn die Rückseite der Einbauplatte nicht oder nur schwer zugänglich ist. Die Fixierung über federnde Krallen ermöglicht eine schnelle Montage und Demontage ohne zusätzliche Schrauben, Muttern oder separate Halteringe.

Die federnden Krallen gleichen größere Toleranzen in der Einbaubohrung aus. Dadurch sind diese Kugelrollen besonders interessant für Blechkonstruktionen, Montageplatten, Transporttische oder Vorrichtungen, bei denen eine einfache und schnelle Bestückung der Förderfläche gewünscht ist. Zusätzlich besitzen die Kugelrollen eine Filzdichtung, die gegen Verschmutzungen schützt und die Funktionssicherheit im praktischen Einsatz unterstützt.

Werkstoffe, Kugelvarianten und Korrosionsschutz

Die Gehäuse dieser Produktgruppe bestehen typischerweise aus verzinktem Stahl. Die verzinkte Oberfläche bietet einen grundlegenden Korrosionsschutz für viele industrielle Standardanwendungen im Innenbereich, in Werkstätten, Förderstrecken, Montagelinien und technischen Vorrichtungen. Die Lastkugel ist je nach Variante aus Stahl verzinkt oder Edelstahl erhältlich.

Eine Lastkugel aus Stahl verzinkt ist eine robuste Standardlösung für viele Transport- und Handlingaufgaben. Eine Edelstahlkugel ist sinnvoll, wenn Korrosionsbeständigkeit, sauberere Oberflächen oder eine höhere Beständigkeit gegen Feuchtigkeit gefragt sind. Bei empfindlichen Transportgütern sollte geprüft werden, ob Stahlkugeln Oberflächen beschädigen könnten. In solchen Fällen können je nach Anwendung Kugelrollen mit Kunststoffkugel oder speziellen Werkstoffen eine Alternative sein.

Varianten, Kugeldurchmesser und Tragzahlen

Kugelrollen mit Befestigungselement sind in mehreren Größen erhältlich. Bei der Baureihe K0765 sind typische Kugeldurchmesser zum Beispiel 15,8 mm, 22,2 mm und 30 mm. Die Tragzahl steigt mit der Baugröße. Technische Daten aus der Produktfamilie nennen beispielsweise Tragzahlen im Bereich von etwa 600 N bei kleineren Varianten bis zu höheren Tragzahlen bei größeren Ausführungen. Die konkrete Tragzahl muss immer anhand der gewählten Variante geprüft werden.

Für die Auslegung einer Kugelrollenfläche ist nicht nur die Tragzahl einer einzelnen Kugelrolle relevant. Entscheidend sind auch Anzahl und Anordnung der Kugelrollen, Gewicht und Schwerpunkt des Transportgutes, Auflagefläche, Stoßbelastung, Verschmutzung, Geschwindigkeit und Einbaulage. In der Praxis wird die Last meist auf mehrere Kugelrollen verteilt. Häufig sollte die Auslegung so erfolgen, dass das schwerste Werkstück jederzeit von mindestens drei tragenden Kugelrollen sicher aufgenommen wird.

Typische Einsatzbereiche

  • Fördertechnik: Kugelrollentische, Übergabestationen, Verteilflächen und Richtungswechsel in Materialflussanlagen.
  • Maschinenbau: leichtgängiges Positionieren von Werkstücken, Baugruppen, Platten und Vorrichtungsteilen.
  • Vorrichtungsbau: Werkstückauflagen, Wechselaufnahmen, Schiebetische und Montagehilfen.
  • Verpackungstechnik: Bewegen, Drehen und Ausrichten von Kartons, Behältern und Packstücken.
  • Blechbearbeitung: Handling von Blechen, Zuschnitten, Plattenmaterial und flächigen Werkstücken.
  • Prüftechnik: Positionieren von Bauteilen auf Prüftischen, Messplätzen und Kontrollvorrichtungen.
  • Instandhaltung: Ersatz und Nachrüstung von verschlissenen oder schwergängigen Kugelrollen in bestehenden Anlagen.

Auswahlkriterien für die richtige Kugelrolle

Bei der Auswahl einer Kugelrolle mit Befestigungselement sollten Tragzahl, Kugeldurchmesser, Werkstoff, Einbaubohrung, Mindestdicke des Aufnahmeteils und die Umgebungsbedingungen gemeinsam betrachtet werden. Eine zu klein dimensionierte Kugelrolle kann schwergängig laufen oder vorzeitig verschleißen. Eine zu große Kugelrolle kann unnötig Bauraum und Kosten verursachen.

  • Kugeldurchmesser: größere Kugeln laufen oft ruhiger und sind für größere Lasten geeignet.
  • Tragzahl: Gewicht des Transportguts, Lastverteilung und Sicherheitsreserven berücksichtigen.
  • Werkstoff der Lastkugel: Stahl verzinkt für robuste Standardanwendungen, Edelstahl für bessere Korrosionsbeständigkeit.
  • Einbaubohrung: passend zum Außendurchmesser und zur Toleranz der federnden Krallen auslegen.
  • Mindestnenndicke: die Mindestdicke des Aufnahmeteils beachten, damit die Befestigung sicher greift.
  • Verschmutzung: Filzdichtung hilft, ersetzt aber keine konstruktive Schutzmaßnahme bei starkem Schmutz.
  • Einbaulage: horizontale, schräge oder besondere Einbaulagen konstruktiv prüfen.
  • Oberfläche des Transportguts: empfindliche Oberflächen gegebenenfalls durch geeignete Kugelwerkstoffe schützen.

Montage und konstruktive Hinweise

Die Montage erfolgt von der Funktionsseite aus. Die Kugelrolle wird in die vorbereitete Einbaubohrung eingesetzt und über die federnden Krallen fixiert. Die Bohrung sollte sauber, gratfrei und entsprechend den Herstellerangaben ausgeführt sein. Die Kugelrolle darf beim Einbau nicht durch Schläge auf die Lastkugel beschädigt werden, da dies Laufverhalten, Tragkugeln und Kugelpfanne beeinträchtigen kann.

Für eine gleichmäßige Lastverteilung sollte das Raster der Kugelrollen zur Größe und Geometrie des Transportguts passen. Kleine Werkstücke benötigen engere Abstände, damit sie nicht kippen oder zwischen den Kugelrollen hängen bleiben. Bei großen Platten oder schweren Bauteilen müssen ausreichend viele Kugelrollen vorgesehen werden. Stoßbelastungen, Kanten, Schweißspritzer, Späne und abrasive Verschmutzung können die Lebensdauer reduzieren und sollten konstruktiv vermieden werden.

Praxisbeispiele für Kugelrollen mit Befestigungselement

Kugelrollentisch in der Montage: Große Baugruppen werden auf einer Kugelrollenfläche abgelegt und können von den Mitarbeitenden leicht gedreht oder verschoben werden. Das verbessert Ergonomie und reduziert körperliche Belastung beim Ausrichten.

Blechhandling in der Fertigung: Bleche oder Platten werden über mehrere Kugelrollen geführt und lassen sich flexibel in verschiedene Richtungen bewegen. Das erleichtert das Zuführen, Ausrichten und Entnehmen an Bearbeitungsstationen.

Wechselvorrichtung im Sondermaschinenbau: Eine schwere Aufnahmeplatte wird auf Kugelrollen bewegt und in die Endposition geschoben. Anschließend wird sie mechanisch fixiert. Die Kugelrollen übernehmen dabei das Handling, nicht die Endspannung.

Verpackungs- und Übergabestation: Kartons oder Behälter können auf einer Kugelrollenfläche gedreht, ausgerichtet und in verschiedene Richtungen weitergeschoben werden. Das ist besonders nützlich bei manuellen Packplätzen oder Übergängen zwischen Förderstrecken.

Kugelrollen im Vergleich zu Rollenleisten und Förderrollen

Förderrollen und Rollenleisten führen Transportgüter meist in eine definierte Richtung. Kugelrollen erlauben dagegen eine Bewegung in nahezu alle Richtungen. Das macht sie besonders geeignet für Arbeitsplätze, an denen Werkstücke gedreht, ausgerichtet, seitlich verschoben oder flexibel verteilt werden müssen.

Für reine Längsförderung über längere Strecken können Förderrollen wirtschaftlicher sein. Für kurze Handlingzonen, Drehtische, Übergabetische, Werkstückauflagen und flexible Richtungswechsel sind Kugelrollen mit Befestigungselement häufig die bessere Lösung. Die Entscheidung hängt von Bewegungsrichtung, Last, Oberfläche, Taktzeit, Ergonomie und Einbauraum ab.

Beschaffungsvorteile bei Normteile Leinigen

Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Kugelrollen, Förderelementen, Maschinenbauteilen und technischen C-Teilen ist eine strukturierte Beschaffung wichtig, weil häufig viele Komponenten aus unterschiedlichen Produktgruppen zusammen benötigt werden. Kugelrollen mit Befestigungselement können gemeinsam mit Schrauben, Muttern, Scheiben, Stellfüßen, Maschinenfüßen, Spannelementen, Klemmhebeln, Lagern, Federn und weiteren Normteilen beschafft werden.

Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Bestellaufwand, vereinfacht die Disposition und unterstützt technische Einkäufer, Konstrukteure, Fertigungsleiter, Instandhalter, Betriebsleiter und Geschäftsführer bei einer geordneten Versorgung. Zusätzlich gibt es keine Mindestbestellwerte. Dadurch lassen sich Einzelstücke, Ersatzteile, Muster, Reparaturbedarfe und Projektmengen wirtschaftlich bestellen.

Handlungsempfehlung

Wählen Sie Kugelrollen mit Befestigungselement, wenn Werkstücke, Platten, Behälter oder Baugruppen auf engem Raum leichtgängig in verschiedene Richtungen bewegt und ausgerichtet werden sollen. Prüfen Sie vor der Bestellung Kugeldurchmesser, Tragzahl, Werkstoff der Lastkugel, Einbaubohrung, Mindestdicke des Aufnahmeteils, Verschmutzungsgrad, Oberflächenempfindlichkeit des Transportguts und die geplante Anzahl der Kugelrollen. Für montagefreundliche Förderflächen mit einseitigem Zugang ist die Ausführung mit Befestigungselement besonders empfehlenswert.

FAQ zu Kugelrollen mit Befestigungselement

1. Was ist eine Kugelrolle mit Befestigungselement?

Eine Kugelrolle mit Befestigungselement ist ein Förderelement mit großer Lastkugel, Tragkugeln und Gehäuse. Sie wird in eine Einbaubohrung eingesetzt und über ein integriertes Befestigungselement fixiert.

2. Wofür werden Kugelrollen mit Befestigungselement eingesetzt?

Sie werden zum Bewegen, Drehen, Ausrichten und Verschieben von Werkstücken, Platten, Behältern, Kartons oder Baugruppen eingesetzt. Typische Bereiche sind Fördertechnik, Montage, Verpackung und Vorrichtungsbau.

3. Was ist der Vorteil des integrierten Befestigungselements?

Die Kugelrolle kann von der Funktionsseite aus montiert und demontiert werden. Federnde Krallen fixieren die Kugelrolle in der Einbaubohrung und lassen größere Bohrungstoleranzen zu.

4. Welche Werkstoffe sind bei dieser Produktgruppe üblich?

Das Gehäuse besteht typischerweise aus verzinktem Stahl. Die Lastkugel ist je nach Variante aus Stahl verzinkt oder Edelstahl erhältlich.

5. Welche Aufgabe hat die Filzdichtung?

Die Filzdichtung schützt die Kugelrolle gegen Verschmutzungen. Sie unterstützt die Funktionssicherheit, ersetzt aber bei stark verschmutzten Umgebungen keine zusätzliche konstruktive Schutzmaßnahme.

6. Praxisfall: Eignen sich Kugelrollen für einen Kugelrollentisch?

Ja. Kugelrollen mit Befestigungselement eignen sich sehr gut für Kugelrollentische, auf denen Werkstücke gedreht, verschoben oder ausgerichtet werden sollen. Die Anzahl der Kugelrollen muss zur Last und Werkstückgröße passen.

7. Praxisfall: Können Kugelrollen beim Blechhandling eingesetzt werden?

Ja. Bleche und Platten lassen sich auf Kugelrollen leicht in verschiedene Richtungen bewegen. Wichtig ist ein ausreichend enges Rollenraster, damit das Material stabil aufliegt.

8. Praxisfall: Sind Kugelrollen für Verpackungsplätze geeignet?

Ja. An Pack- und Übergabestationen können Kartons oder Behälter auf Kugelrollen leicht gedreht und ausgerichtet werden. Das verbessert Ergonomie und Arbeitsgeschwindigkeit.

9. Worauf muss bei der Montage geachtet werden?

Die Einbaubohrung muss sauber, gratfrei und passend ausgeführt sein. Die Kugelrolle sollte nicht durch Schläge auf die Lastkugel montiert werden. Außerdem muss die Mindestdicke des Aufnahmeteils beachtet werden.

10. Kann ich Kugelrollen mit anderen Normteilen zusammen bestellen?

Ja. Bei Normteile Leinigen können alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, in einer Bestellung zusammengefasst werden. Es gibt keine Mindestbestellwerte, sodass auch Einzelteile, Muster und Ersatzmengen wirtschaftlich beschafft werden können.

Betriebsanleitung
Befestigungselement:1
D1:31
D (Ø Gehäuse):24
DK (Ø Kugel):15,8
H:21
H1:9,5
H2:2,8
Tragzahl (N):600
Ursprungsland:Großbritanien
Werkstoff Gehäuse:Stahl verzinkt
Werkstoff Kugel:Edelstahl
Zolltarif-Nr.:83022000

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