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Kugeltragbolzen, selbstsichernd, GN 1130, Bolzendurchmesser d1: 10, L1: 35, Werkstoff: Edelstahl

Produktinformationen "Kugeltragbolzen, selbstsichernd, GN 1130"

Kugeltragbolzen selbstsichernd für schnelles Heben, Tragen und Fixieren von Bauteilen

Selbstsichernde Kugeltragbolzen sind schnell einsetzbare Tragelemente und Anschlagpunkte für das werkzeuglose Aufnehmen, Halten, Sichern, Einhängen und Bewegen von Bauteilen, Vorrichtungen, Platten, Werkzeugen, Baugruppen und Maschinenelementen. Sie werden in eine passende Aufnahmebohrung eingesetzt und dort über Sperrkugeln selbstsichernd verriegelt. Durch Betätigung des Druckknopfs wird die Verriegelung gelöst, sodass der Kugeltragbolzen schnell ein- oder ausgebaut werden kann.

Diese Produktgruppe eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Bauteile häufig aufgenommen, umgesetzt, gewechselt oder sicher fixiert werden müssen. Typische Einsatzbereiche sind Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Werkzeugbau, Formenbau, Sondermaschinenbau, Betriebsmittelbau, Montage, Instandhaltung, Prüfstandbau, Automatisierungstechnik und industrielle Handhabungstechnik.

Im Vergleich zu dauerhaft montierten Anschlagmitteln wie Ringschrauben bieten selbstsichernde Kugeltragbolzen einen deutlichen Praxisvorteil: Sie können bei Bedarf schnell eingesetzt und nach dem Hebe- oder Handlingvorgang wieder entfernt werden. Das reduziert störende Überstände am Werkstück, erleichtert das Umrüsten und schafft flexible Anschlagpunkte für wiederkehrende Montage- und Transportaufgaben.

Funktion und technischer Aufbau

Ein selbstsichernder Kugeltragbolzen besteht aus einem tragenden Bolzen, einer Sperrkugel-Verriegelung, einem Betätigungsknopf und einem beweglichen Schäkel. Der Bolzen wird in eine passende Aufnahmebohrung eingeführt. Im verriegelten Zustand sichern Sperrkugeln den Bolzen gegen unbeabsichtigtes Herausziehen. Erst durch Drücken des Betätigungsknopfs werden die Sperrkugeln freigegeben, sodass der Bolzen wieder aus der Aufnahmebohrung entnommen werden kann.

Der Schäkel dient als Anschlagpunkt für Hebezeuge, Haken, Gurte, Ketten oder weitere Verbindungselemente. Durch seine Beweglichkeit kann sich der Kugeltragbolzen besser zur Zugrichtung ausrichten. Das ist besonders wichtig, wenn Bauteile nicht immer exakt in einer starren Richtung belastet werden. Je nach Ausführung kann der Schäkel mindestens 180 Grad schwenken, während sich der eingesetzte Tragbolzen in der Aufnahmebohrung zur Zugrichtung ausrichten kann.

Werkstoffe, Ausführungen und Varianten

Kugeltragbolzen sind je nach Ausführung aus Stahl oder Edelstahl erhältlich. Stahlausführungen eignen sich für viele robuste Standardanwendungen im Maschinenbau und Vorrichtungsbau. Edelstahlvarianten sind sinnvoll, wenn Korrosionsschutz, Feuchtigkeit, Reinigung, anspruchsvollere Umgebungsbedingungen oder eine hochwertige Werkstoffausführung gefordert sind.

Typische Varianten unterscheiden sich nach Bolzendurchmesser, Klemmlänge, Nutzlänge, Werkstoff, Tragfähigkeit und Ausführung des Schäkels. Kleinere Bolzendurchmesser eignen sich für kompaktere Bauteile und geringere Lasten. Größere Bolzendurchmesser bieten höhere Tragreserven und werden für schwerere Vorrichtungen, Werkzeuge oder Baugruppen eingesetzt. Entscheidend ist immer die konkrete Last, die Aufnahmebohrung, die Zugrichtung und die zulässige Belastung der gesamten Konstruktion.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Bolzendurchmesser: passend zur Aufnahmebohrung und zur geforderten Tragfähigkeit auswählen.
  • Klemmlänge: muss zur Materialstärke beziehungsweise zur Tiefe der Aufnahme passen.
  • Werkstoff: Stahl für robuste Standardanwendungen, Edelstahl für korrosionsbeanspruchte Bereiche.
  • Aufnahmebohrung: Maß, Toleranz, Tiefe, Kantenqualität und Tragfähigkeit der Bohrung prüfen.
  • Zugrichtung: Ausrichtung von Schäkel, Bolzen und Lastfall beachten.
  • Tragfähigkeit: zulässige Last der konkreten Ausführung mit Sicherheitsreserven berücksichtigen.
  • Bedienbarkeit: Druckknopf muss erreichbar und gegen unbeabsichtigtes Betätigen geschützt sein.
  • Umgebung: Feuchtigkeit, Schmutz, Späne, Reinigungsmedien und Temperatur einplanen.

Einsatzbereiche in Maschinenbau und Vorrichtungsbau

Selbstsichernde Kugeltragbolzen werden überall dort eingesetzt, wo Bauteile schnell und sicher angeschlagen, getragen oder umgesetzt werden müssen. Im Maschinenbau können sie als temporäre Anschlagpunkte für Abdeckungen, Platten, Vorrichtungen, Maschinenteile oder Baugruppen dienen. Im Vorrichtungsbau eignen sie sich zum schnellen Einhängen und Wechseln von Aufnahmen, Adapterplatten, Spannvorrichtungen oder Prüfeinheiten.

Im Werkzeugbau und Formenbau können Kugeltragbolzen helfen, schwere Werkzeuge, Formeinsätze oder Platten sicher aufzunehmen. In der Instandhaltung sind sie besonders nützlich, wenn Maschinenteile für Wartung, Reparatur oder Reinigung regelmäßig ausgebaut werden müssen. Auch im Betriebsmittelbau und in der Montage sind sie eine praktische Lösung, wenn Lastaufnahmepunkte flexibel, wiederholgenau und ohne dauerhaft überstehende Anschlagmittel benötigt werden.

Praxisbeispiele für selbstsichernde Kugeltragbolzen

Ein typischer Praxisfall ist das Umsetzen einer schweren Vorrichtungsplatte. Statt dauerhaft Ringschrauben montiert zu lassen, werden passende Aufnahmebohrungen vorgesehen. Bei Bedarf werden die Kugeltragbolzen eingesetzt, verriegelt und nach dem Transport wieder entfernt. Die Platte bleibt danach ohne störende Anschlagpunkte nutzbar.

Ein weiteres Beispiel ist eine wechselbare Prüfaufnahme im Sondermaschinenbau. Die Aufnahme wird über Kugeltragbolzen sicher angehoben, in der Maschine positioniert und anschließend wieder gelöst. Dadurch werden Rüstzeiten reduziert und der Bediener kann wiederkehrende Wechselprozesse schneller durchführen.

In der Instandhaltung kann ein Kugeltragbolzen an einer Maschinenabdeckung oder einem Wartungsdeckel eingesetzt werden. Die Abdeckung lässt sich bei Wartungsarbeiten sicher einhängen, anheben oder abnehmen, ohne dass jedes Mal eine feste Ringschraube eingeschraubt werden muss.

Montage und konstruktive Hinweise

Für eine sichere Funktion muss die Aufnahmebohrung zur jeweiligen Ausführung des Kugeltragbolzens passen. Bohrungsdurchmesser, Toleranz, Tiefe, Werkstofffestigkeit und Kantenqualität sind entscheidend. Die Bohrung sollte sauber, gratfrei und ausreichend tragfähig ausgeführt sein. Beschädigte oder verschlissene Bohrungen können die Verriegelung und Tragfähigkeit beeinträchtigen.

Vor jedem Einsatz sollte geprüft werden, ob die Sperrkugeln sicher verriegeln und der Druckknopf selbstständig in die Ausgangsposition zurückkehrt. Der Kugeltragbolzen darf nur belastet werden, wenn er vollständig eingesetzt und korrekt verriegelt ist. Bei Hebe- und Trageanwendungen sollten die zulässigen Lasten, die Zugrichtung und alle sicherheitsrelevanten Herstellerangaben beachtet werden.

Abgrenzung zu Kugelsperrbolzen, Steckbolzen und Ringschrauben

Kugeltragbolzen sind für das Tragen und Anschlagen von Lasten ausgelegt. Kugelsperrbolzen und Steckbolzen dienen dagegen vor allem dem schnellen Fixieren, Abstecken oder Sichern von Bauteilen und sind nicht automatisch als Anschlagpunkt für Lasten geeignet. Ringschrauben sind feste Anschlagmittel, die in ein Gewinde eingeschraubt werden und häufig am Bauteil verbleiben.

Der selbstsichernde Kugeltragbolzen kombiniert den Vorteil eines schnell lösbaren Bolzens mit der Funktion eines Anschlagpunkts. Er ist deshalb besonders sinnvoll, wenn Lasten wiederkehrend aufgenommen werden sollen, aber kein dauerhaft montierter Anschlagpunkt gewünscht ist.

Sicherheit, Belastung und Lebensdauer

Bei Kugeltragbolzen steht die sichere Lastaufnahme im Vordergrund. Die zulässige Tragfähigkeit darf nicht überschritten werden. Zusätzlich müssen Stoßbelastungen, Schrägzug, Verschleiß, Verschmutzung und Zustand der Aufnahmebohrung berücksichtigt werden. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen ist eine regelmäßige Sicht- und Funktionsprüfung sinnvoll.

Für eine lange Lebensdauer sollten Kugeltragbolzen sauber gehalten und vor starker Verschmutzung geschützt werden. Späne, Staub oder abrasive Partikel können die Mechanik der Sperrkugeln beeinträchtigen. Edelstahlvarianten bieten Vorteile, wenn Korrosionsschutz und bessere Beständigkeit gegenüber Umgebungseinflüssen erforderlich sind.

Praxisnutzen für Einkauf, Konstruktion und Instandhaltung

Für Konstrukteure ermöglichen Kugeltragbolzen flexible und wiederholgenaue Anschlagpunkte, ohne dauerhaft störende Hebeelemente am Bauteil. Für Instandhalter erleichtern sie Wartung, Demontage und Bauteilwechsel. Für technische Einkäufer und Disponenten sind sie hochwertige Normteile, die zwar klein wirken, aber für sichere Handlingprozesse und kurze Rüstzeiten entscheidend sein können.

Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Kugeltragbolzen werden in der Praxis oft weitere mechanische Positionen benötigt, zum Beispiel passende Buchsen, Aufnahmeplatten, Schrauben, Muttern, Scheiben, Schäkel, Ketten, Rastbolzen, Führungen, Anschläge oder weitere Maschinenelemente. Normteile Leinigen kann komplette mechanische Stücklisten herstellerübergreifend bündeln und damit Suchaufwand, Lieferantenanzahl und Prozesskosten reduzieren.

Bei Normteile Leinigen gibt es keine Mindestbestellwerte. Einzelne Kugeltragbolzen für Muster, Reparaturen oder Ersatzbedarf können ebenso beschafft werden wie größere Mengen für Vorrichtungsbau, Betriebsmittelbau oder Serienmontage. Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden.

Handlungsempfehlung

Wählen Sie selbstsichernde Kugeltragbolzen zuerst nach Bolzendurchmesser, Klemmlänge, zulässiger Tragfähigkeit und Werkstoff aus. Prüfen Sie anschließend die Aufnahmebohrung, Zugrichtung, Bedienbarkeit, Umgebungsbedingungen und Sicherheitsanforderungen der Anwendung. Für korrosionsbeanspruchte oder hochwertige Anwendungen sind Edelstahlvarianten besonders interessant. Wenn zusätzlich Aufnahmebuchsen, Befestigungsteile oder weitere Normteile benötigt werden, empfiehlt sich eine gebündelte Anfrage mit allen mechanischen Positionen.

FAQ zu selbstsichernden Kugeltragbolzen

1. Wofür werden selbstsichernde Kugeltragbolzen verwendet?

Selbstsichernde Kugeltragbolzen werden als schnell lösbare Tragelemente und Anschlagpunkte verwendet. Sie eignen sich zum Aufnehmen, Heben, Einhängen, Umsetzen und Sichern von Bauteilen, Vorrichtungen, Platten, Werkzeugen und Baugruppen.

2. Wie funktioniert die Selbstsicherung bei einem Kugeltragbolzen?

Der Kugeltragbolzen verriegelt über Sperrkugeln in einer passenden Aufnahmebohrung. Durch Drücken des Betätigungsknopfs werden die Sperrkugeln freigegeben, sodass der Bolzen eingesetzt oder entnommen werden kann. Ohne gedrückten Knopf bleibt der Bolzen verriegelt.

3. Was ist der Unterschied zwischen Kugeltragbolzen und Kugelsperrbolzen?

Kugeltragbolzen sind als Tragelemente beziehungsweise Anschlagpunkte für Lasten ausgelegt. Kugelsperrbolzen dienen hauptsächlich zum schnellen Fixieren oder Abstecken von Bauteilen. Sie sind nicht automatisch für Hebe- oder Trageaufgaben geeignet.

4. Welche Aufnahmebohrung wird benötigt?

Die Aufnahmebohrung muss zum Bolzendurchmesser und zur jeweiligen Ausführung passen. Wichtig sind Bohrungsdurchmesser, Toleranz, Tiefe, Kantenqualität und Festigkeit des Bauteils. Die Bohrung sollte sauber und gratfrei sein.

5. Praxisfall: Kann ich eine Vorrichtungsplatte mit Kugeltragbolzen anheben?

Ja, wenn die Kugeltragbolzen, Aufnahmebohrungen und die gesamte Konstruktion für die Last geeignet sind. Die zulässige Tragfähigkeit, Zugrichtung und Anzahl der Anschlagpunkte müssen sorgfältig geprüft werden.

6. Praxisfall: Eignet sich ein Kugeltragbolzen für wechselbare Prüfaufnahmen?

Ja, Kugeltragbolzen sind dafür sehr gut geeignet. Wechselbare Prüfaufnahmen, Adapterplatten oder Vorrichtungseinsätze können schnell aufgenommen, umgesetzt und wieder gelöst werden. Das reduziert Rüstzeiten und erleichtert wiederkehrende Wechselprozesse.

7. Praxisfall: Sind Kugeltragbolzen für Wartungsdeckel und Maschinenabdeckungen sinnvoll?

Ja, bei regelmäßig zu öffnenden oder abzunehmenden Abdeckungen können Kugeltragbolzen die Handhabung erleichtern. Voraussetzung ist, dass Abdeckung, Aufnahmebohrung und Tragbolzen passend dimensioniert sind.

8. Wann sollte ich Edelstahl-Kugeltragbolzen wählen?

Edelstahlvarianten sind sinnvoll bei Feuchtigkeit, Korrosionsgefahr, Reinigung, anspruchsvolleren Umgebungsbedingungen oder hochwertigen Maschinen- und Vorrichtungsteilen. Sie bieten eine bessere Beständigkeit gegenüber vielen Umgebungseinflüssen.

9. Worauf muss ich vor dem Einsatz achten?

Vor dem Einsatz sollte geprüft werden, ob der Bolzen vollständig eingesetzt ist, die Sperrkugeln sicher verriegeln, der Druckknopf korrekt zurückfedert und die Aufnahmebohrung unbeschädigt ist. Die zulässige Tragfähigkeit darf nicht überschritten werden.

10. Was brauche ich zusätzlich zu Kugeltragbolzen?

Je nach Anwendung werden passende Aufnahmebohrungen, Buchsen, Schrauben, Muttern, Scheiben, Platten, Schäkel, Ketten, Führungen, Anschläge oder weitere Normteile benötigt. Normteile Leinigen kann diese mechanischen Positionen herstellerübergreifend in einer Bestellung bündeln.

Betriebsanleitung
D2:11,7
D3:21,5
D4:12,2
H1:87,5
H2:38,5
H3:25,7
H4:27
K1:9,5
K2:49
K3:30
L2:10,2
X:25

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