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Lineargleitlager, D: 5, Ausführung: geschlossen

Produktinformationen "Lineargleitlager"

Lineargleitlager für robuste, wartungsarme Rundwellenführungen

Lineargleitlager sind robuste Führungselemente für lineare Bewegungen auf Rundwellen. Sie werden eingesetzt, wenn Schlitten, Verstelleinheiten, Sensorhalter, Prüfvorrichtungen, Anschläge, Greiferachsen oder leichte bis mittlere Maschinenachsen zuverlässig geführt werden sollen und dabei Schmutz, Vibrationen, Stoßbelastungen oder schwierige Umgebungsbedingungen eine Rolle spielen.

Im Unterschied zu Linearkugellagern arbeiten Lineargleitlager nicht mit umlaufenden Kugeln, sondern mit einer Gleitfläche. Dadurch sind sie unempfindlicher gegenüber Verschmutzung, ruhiger im Lauf und besonders interessant für Anwendungen, bei denen hohe statische Tragfähigkeit, Vibrationsdämpfung und einfache Konstruktion gefragt sind. Sie eignen sich für Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Sondermaschinenbau, Anlagenbau, Automatisierungstechnik, Prüfmittelbau, Verpackungstechnik, Nahrungsmittelindustrie, Pharmaindustrie, Medizintechnik, Chemie und Instandhaltung.

Diese Produktgruppe umfasst Lineargleitlager in verschiedenen Wellendurchmessern und Bauformen. Je nach Ausführung sind geschlossene Lineargleitlager für freitragende Rundwellen und offene Lineargleitlager für unterstützte Wellen erhältlich. Das Gehäuse besteht typischerweise aus eloxiertem Aluminium, die Gleitfläche aus einem leistungsfähigen Gleitwerkstoff wie Frelon. Dadurch entsteht eine robuste, selbstschmierende und praxisgerechte Linearführung für industrielle Anwendungen.

Normteile Leinigen liefert Struktur, nicht nur Teile. Gerade bei Lineartechnik zählt nicht nur das einzelne Lineargleitlager, sondern das komplette System aus Präzisionswelle, Wellenhalter, Wellenunterstützung, Lagergehäuse, Befestigungsteilen, Anschlägen, Klemmhebeln und weiteren Maschinenelementen.

Funktion und technischer Aufbau

Ein Lineargleitlager führt eine lineare Bewegung entlang einer zylindrischen Rundwelle. Die Bewegung erfolgt über eine Gleitfläche, die direkt auf der Welle läuft. Statt Kugelumlaufbahnen wird ein gleitender Kontakt genutzt. Dadurch entstehen weniger bewegliche Einzelteile, was die Lagerung robust und unempfindlich gegenüber vielen typischen Störeinflüssen macht.

Die Gleitfläche übernimmt die Führung und Kraftübertragung. Das Gehäuse sorgt für Formstabilität und einfache Integration in Maschinen, Vorrichtungen oder kundenseitige Baugruppen. Durch die selbstschmierenden Eigenschaften vieler Lineargleitlager kann der Wartungsaufwand reduziert werden. Gleichzeitig wirken Gleitlager oft vibrationsdämpfend und laufen leiser als viele Wälzführungen.

Geschlossene und offene Ausführung

Geschlossene Lineargleitlager umschließen die Rundwelle vollständig. Sie eignen sich für freitragende oder endgestützte Wellen und werden häufig bei kompakten Verstelleinheiten, Schlitten, Sensorhaltern, Prüfaufnahmen und allgemeinen Rundwellenführungen eingesetzt.

Offene Lineargleitlager besitzen eine Aussparung und werden für unterstützte Wellen verwendet. Diese Bauform ist sinnvoll, wenn längere Führungen aufgebaut werden sollen und die Welle über ihre Länge abgestützt wird. Dadurch lässt sich das Durchbiegen der Welle reduzieren und die Führungssteifigkeit verbessern.

Werkstoffe, Gleitfläche und technische Eigenschaften

Bei typischen Lineargleitlagern dieser Bauart besteht das Gehäuse aus eloxiertem Aluminium. Die Gleitfläche besteht aus einem speziellen Gleitwerkstoff wie Frelon. Diese Kombination verbindet geringes Gewicht, Korrosionsschutz durch die eloxierte Oberfläche und gute Gleiteigenschaften auf geeigneten Rundwellen.

Lineargleitlager sind besonders interessant, wenn die Umgebung für Linearkugellager ungünstig ist. Schmutz, Staub, Vibrationen und Stoßbelastungen können Kugelumlaufbahnen stark belasten. Gleitlager sind hier oft robuster, weil keine Kugeln umlaufen und keine empfindlichen Kugelrückführungen vorhanden sind. Zusätzlich bieten sie eine hohe statische Tragfähigkeit und gute Dämpfungseigenschaften.

Varianten und Auswahlkriterien

Bei der Auswahl eines Lineargleitlagers sollten Wellendurchmesser, Bauform, Last, Geschwindigkeit, Hub, Umgebung und gewünschte Wartung gemeinsam betrachtet werden. Eine zuverlässige Linearführung entsteht immer aus dem Zusammenspiel von Lager, Welle, Befestigung und Einbausituation.

  • Wellendurchmesser: muss exakt zum Innendurchmesser des Lineargleitlagers passen.
  • Ausführung: geschlossen für freitragende Wellen, offen für unterstützte Wellenführungen.
  • Gleitwerkstoff: passend zu Last, Geschwindigkeit, Temperatur und Umgebung auswählen.
  • Wellenqualität: saubere, maßhaltige und geeignete Wellen verbessern Laufverhalten und Lebensdauer.
  • Belastung: statische Lasten, dynamische Lasten, Momente und Stoßbelastungen prüfen.
  • Geschwindigkeit: Gleitlager sind besonders für moderate Geschwindigkeiten und robuste Führungsaufgaben geeignet.
  • Umgebung: Staub, Schmutz, Feuchtigkeit, Temperatur, Reinigungsmedien und Chemikalien berücksichtigen.
  • Wartung: selbstschmierende Ausführungen reduzieren Wartungsaufwand und Folgekosten.
  • Lagerabstand: bei Momentenbelastung mehrere Lager oder größere Abstände einplanen.
  • Einbauspiel: Spiel, Ausrichtung und Lagerpassung beeinflussen Laufverhalten und Genauigkeit.

Einsatzbereiche in Maschinenbau, Vorrichtungsbau und Instandhaltung

Lineargleitlager werden in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt. Typische Beispiele sind Verstellschlitten, Sensorverstellungen, Greiferachsen, Zuführungen, Prüfschlitten, Werkstückführungen, Formatverstellungen, Maschinenabdeckungen, Anschläge, einfache Linearachsen und Betriebsmittel.

Im Maschinenbau führen sie bewegliche Baugruppen auf Rundwellen. Im Vorrichtungsbau ermöglichen sie robuste Schieber, Anschläge oder Werkstückauflagen. In der Automatisierungstechnik eignen sie sich für Greifer- und Schieberbewegungen, wenn die Lasten und Geschwindigkeiten zur Gleitlagerausführung passen. In der Instandhaltung sind sie eine gute Lösung, wenn bestehende Führungen durch Schmutz, Vibrationen oder Wartungsmangel Probleme verursachen.

Praxisbeispiele für Lineargleitlager

Ein typischer Praxisfall ist ein Verstellschlitten an einer Vorrichtung. Das Lineargleitlager läuft auf einer passenden Rundwelle und führt den Schlitten stabil. Wenn die Umgebung verschmutzt ist oder Vibrationen auftreten, kann ein Lineargleitlager gegenüber einem Linearkugellager deutliche Vorteile bieten.

Ein weiteres Beispiel ist eine Formatverstellung an einer Verpackungsmaschine. Hier müssen Führungen wiederholt verstellt werden, aber oft nicht mit sehr hohen Geschwindigkeiten laufen. Ein Lineargleitlager kann hier durch ruhigen Lauf, geringe Wartung und robuste Funktion überzeugen.

Auch bei Sensorhaltern, Schutzabdeckungen oder leichten Schiebern sind Lineargleitlager sinnvoll. Sie ermöglichen eine einfache lineare Bewegung, sind unempfindlich gegenüber Staub und können mit passenden Wellen wirtschaftlich in Maschinen und Vorrichtungen integriert werden.

Montage und konstruktive Hinweise

Für eine zuverlässige Funktion sollte das Lineargleitlager mit einer geeigneten Rundwelle kombiniert werden. Die Welle muss zum Lagerdurchmesser passen, sauber, gerade und maßhaltig sein. Je nach Gleitwerkstoff sind Oberflächenqualität, Härte und Werkstoff der Welle entscheidend für Reibung, Verschleiß und Lebensdauer.

Das Lager sollte spannungsfrei montiert werden. Fluchtungsfehler zwischen Welle, Lager und Gehäuseaufnahme können zu erhöhtem Verschleiß, ungleichmäßigem Lauf oder Klemmen führen. Bei parallelen Führungen ist eine saubere Ausrichtung besonders wichtig. Bei Momentenbelastung sollten mehrere Lager oder größere Lagerabstände eingeplant werden.

Lineargleitlager sind häufig selbstschmierend, trotzdem muss die konkrete Anwendung betrachtet werden. Je nach Last, Geschwindigkeit, Temperatur und Umgebung kann zusätzliche Schmierung hilfreich oder sogar ungünstig sein. Bei Gleitlagerwerkstoffen, die trocken laufen können, sollte auf die Herstellerangaben geachtet werden.

Belastung, Lebensdauer und Genauigkeit

Die Lebensdauer eines Lineargleitlagers hängt von Last, Geschwindigkeit, Hub, Wellenqualität, Umgebung, Temperatur, Ausrichtung und Gleitpaarung ab. Entscheidend ist nicht nur die maximale Last, sondern auch das Zusammenspiel aus Flächenpressung und Gleitgeschwindigkeit.

Lineargleitlager sind besonders geeignet für robuste Führungsaufgaben, hohe statische Tragfähigkeit, moderate Geschwindigkeiten und schwierige Umgebungen. Wenn sehr hohe Geschwindigkeiten, extrem geringe Reibung oder höchste Positioniergenauigkeit gefordert sind, können Linearkugellager oder Profilschienenführungen die bessere Wahl sein.

Abgrenzung zu Linearkugellagern und Profilschienenführungen

Linearkugellager bieten sehr geringe Reibung und eine besonders leichtgängige Bewegung auf Rundwellen. Sie sind gut geeignet für schnelle und präzise Bewegungen in sauberen Umgebungen. Lineargleitlager sind dagegen robuster gegenüber Schmutz, stoßfester, vibrationsdämpfend und oft wartungsärmer.

Profilschienenführungen bieten hohe Steifigkeit, hohe Tragzahlen und gute Momentenaufnahme. Sie sind sinnvoll, wenn sehr genaue, steife und belastbare Linearachsen benötigt werden. Lineargleitlager sind dagegen eine wirtschaftliche und robuste Lösung für Rundwellenführungen, bei denen einfache Konstruktion, Schmutzunempfindlichkeit und Wartungsarmut wichtiger sind als maximale Führungsgenauigkeit.

Praxisnutzen für Einkauf, Konstruktion und Instandhaltung

Für Konstrukteure bieten Lineargleitlager eine robuste Alternative zu Linearkugellagern, besonders bei Schmutz, Vibrationen oder Stoßbelastungen. Für Instandhalter sind sie wichtige Ersatzteile, wenn Rundwellenführungen verschleißen, klemmen oder durch Umgebungsbedingungen belastet werden. Für technische Einkäufer und Disponenten sind sie typische Präzisions-C-Teile, die häufig zusammen mit Wellen, Haltern, Gehäusen und Befestigungsteilen beschafft werden.

Normteile Leinigen kann komplette mechanische Stücklisten herstellerübergreifend bündeln. Das ist besonders hilfreich, wenn neben Lineargleitlagern auch Präzisionswellen, Wellenhalter, Wellenunterstützungen, Lagergehäuse, Schrauben, Scheiben, Muttern, Anschläge, Klemmhebel, Rastbolzen, Gummipuffer oder weitere Normteile benötigt werden.

Bei Normteile Leinigen gibt es keine Mindestbestellwerte. Einzelne Lineargleitlager für Reparaturen, Muster und Prototypen können ebenso beschafft werden wie größere Mengen für Maschinenbau, Vorrichtungsbau, Automatisierung oder Serienmontage. Alle Marken, die Normteile Leinigen vertreibt, können in einer Bestellung zusammengefasst werden. Das reduziert Suchaufwand, Lieferantenanzahl, Bestellvorgänge und Prozesskosten.

Handlungsempfehlung

Wählen Sie Lineargleitlager zuerst nach Wellendurchmesser, geschlossener oder offener Ausführung, Belastung und Umgebungsbedingungen aus. Prüfen Sie danach Wellenqualität, Gleitgeschwindigkeit, Temperatur, Schmutzbelastung, Lagerabstand und gewünschte Wartungsfreiheit. Für robuste, schmutzunempfindliche und vibrationsdämpfende Rundwellenführungen sind Lineargleitlager eine sehr gute Lösung. Wenn zusätzlich Wellen, Wellenhalter, Gehäuse oder weitere Normteile benötigt werden, empfiehlt sich eine gebündelte Anfrage mit allen mechanischen Positionen.

FAQ zu Lineargleitlagern

1. Wofür werden Lineargleitlager verwendet?

Lineargleitlager werden für lineare Bewegungen auf Rundwellen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Schlitten, Sensorhalter, Greiferachsen, Verstelleinheiten, Prüfvorrichtungen, Anschläge und robuste Rundwellenführungen im Maschinenbau.

2. Was ist der Unterschied zwischen Lineargleitlager und Linearkugellager?

Ein Linearkugellager arbeitet mit umlaufenden Kugeln und läuft besonders leichtgängig. Ein Lineargleitlager arbeitet mit einer Gleitfläche. Es ist oft robuster gegenüber Schmutz, stoßfester, vibrationsdämpfend und wartungsärmer.

3. Wann ist ein Lineargleitlager besser als ein Linearkugellager?

Ein Lineargleitlager ist oft besser bei Schmutz, Staub, Vibrationen, Stoßbelastungen, hoher statischer Tragfähigkeit oder wenn eine einfache und wartungsarme Führung benötigt wird. Für sehr schnelle und extrem leichtgängige Bewegungen sind Linearkugellager häufig geeigneter.

4. Welche Welle brauche ich für ein Lineargleitlager?

Die Welle muss zum Lagerdurchmesser passen und sollte sauber, gerade, maßhaltig und für den Gleitwerkstoff geeignet sein. Oberflächenqualität, Werkstoff und Härte beeinflussen Reibung, Verschleiß und Lebensdauer deutlich.

5. Praxisfall: Kann ich damit einen Verstellschlitten in einer Vorrichtung führen?

Ja, Lineargleitlager eignen sich sehr gut für Verstellschlitten, besonders wenn die Umgebung verschmutzt ist oder Vibrationen auftreten. Wichtig sind passende Wellen, ausreichender Lagerabstand und eine saubere Ausrichtung.

6. Praxisfall: Eignen sich Lineargleitlager für Verpackungsmaschinen?

Ja, Lineargleitlager können bei Formatverstellungen, Schiebern oder einfachen Führungen in Verpackungsmaschinen sinnvoll sein. Sie sind wartungsarm, robust und je nach Ausführung für anspruchsvollere Umgebungen geeignet.

7. Praxisfall: Kann ein Sensorhalter mit Lineargleitlagern geführt werden?

Ja, Sensorhalter lassen sich mit Lineargleitlagern einfach und robust führen. Wenn sehr geringe Verstellkräfte oder sehr hohe Genauigkeit benötigt werden, sollte alternativ ein Linearkugellager geprüft werden.

8. Sind Lineargleitlager wartungsfrei?

Viele Lineargleitlager sind selbstschmierend und können den Wartungsaufwand deutlich reduzieren. Ob eine Anwendung tatsächlich wartungsfrei ausgelegt werden kann, hängt von Last, Geschwindigkeit, Temperatur, Schmutz und Wellenwerkstoff ab.

9. Was ist bei offenen Lineargleitlagern zu beachten?

Offene Lineargleitlager werden auf unterstützten Wellen eingesetzt. Wichtig ist, dass Lager, Wellenunterstützung und Gehäuse konstruktiv zusammenpassen und die Führung sauber ausgerichtet wird.

10. Was brauche ich zusätzlich zu Lineargleitlagern?

Je nach Anwendung werden passende Präzisionswellen, Wellenhalter, Wellenunterstützungen, Lagergehäuse, Schrauben, Scheiben, Muttern, Anschläge, Klemmhebel oder weitere Normteile benötigt. Normteile Leinigen kann diese mechanischen Positionen herstellerübergreifend in einer Bestellung bündeln.

Betriebsanleitung
D1:12
G:xxx
L:22
L1:14,28
L2:1,14
Ursprungsland:Deutschland
Zolltarif-Nr.:76169990
W: -

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