Stellringe und Klemmringe für die präzise Wellenbefestigung
Hier finden Sie ein breites Spektrum an Bauteilen zur axialen Sicherung und Positionierung auf Wellen und Achsen. Unser Angebot reicht von den klassischen Stellringen nach DIN-Norm, die mittels Gewindestift fixiert werden, bis hin zu modernen, kraftschlüssigen Klemmringen, die eine beschädigungsfreie Montage ermöglichen.
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Funktion und Einsatz: Was Stellringe und Klemmringe in der Antriebstechnik leisten
Die axiale Sicherung von Maschinenelementen ist eine der häufigsten Aufgaben in der Konstruktionstechnik. Stellringe und die technologisch weiterentwickelten Klemmringe fungieren dabei als mechanische Endanschläge.
Um die Prozesssicherheit zu gewährleisten, übernehmen sie in der Baugruppe folgende Kernaufgaben:
- Axiale Fixierung: Sichern von Lagern, Zahnrädern oder Riemenscheiben gegen das "Wandern" auf der Welle.
- Exakte Positionierung: Definition von Arbeitspositionen als verlässlicher Endanschlag.
- Distanzhaltung: Wahrung definierter Abstände zwischen beweglichen Komponenten.
- Widerlager: Funktion als stabiler Anschlag für Federn oder andere Rückstellelemente.
Die Unterscheidung zwischen dem Einsatz auf einer rotierenden Welle oder einer statischen Achse ist für die Auswahl entscheidend. Bei dynamischen Anwendungen, in denen Wellen-Klemmringe genutzt werden, spielen Faktoren wie Wuchtgüte und Fliehkraft eine Rolle, um Vibrationen im Antriebsstrang zu vermeiden. Dienen die Bauteile hingegen als Achs-Klemmringe auf feststehenden Bolzen oder Führungsstangen, steht primär die reine Haltekraft gegen axiales Verschieben im Vordergrund. Unabhängig vom Einsatzzweck bilden diese Ringe eine kosteneffiziente Methode zur Baugruppensicherung.
Der technische Vergleich: Stellringe oder Klemmringe?
Für Konstrukteure stellt sich oft die Frage, welches Sicherungselement für die jeweilige Baugruppe besser geeignet ist. Der fundamentale Unterschied liegt in der Art der Fixierung und der daraus resultierenden Einwirkung auf die Welle.
Klassische Stellringe: Die bewährte Befestigung mit Gewindestift
Der konventionelle Stellring wird traditionell über einen radialen Gewindestift (Madenschraube) gesichert. Beim Festziehen drückt dieser Stift punktuell auf die Welle oder gräbt sich bei Ausführungen mit Ringschneide leicht in das Material ein. Diese formschlüssige Verbindung ist extrem rutschfest und hat sich über Jahrzehnte bewährt. Ein weiterer Vorteil ist die kompakte Bauform, da kein Schraubenkopf über den Außendurchmesser hinausragt (sofern der Gewindestift bündig eingeschraubt wird). Der Nachteil liegt in der Beschädigung der Wellenoberfläche: Der Grat, den der Gewindestift hinterlässt, erschwert oft die Demontage von aufgezogenen Lagern.
Moderne Klemmringe: Hohe Haltekraft ohne Wellenbeschädigung
Im modernen Maschinenbau setzen sich zunehmend Klemmringe durch. Diese Bauteile arbeiten rein kraftschlüssig. Durch das Anziehen der Zylinderschraube wird der Schlitz des Rings verengt, wodurch sich der Innendurchmesser gleichmäßig um die Welle legt. Diese "Umklammerung" bietet massive Vorteile: Die Welle bleibt völlig unversehrt. Da die Klemmkraft über den gesamten Umfang verteilt wirkt und nicht nur punktuell, erreichen diese Varianten oft deutlich höhere Haltekräfte als geschraubte Stellringe. Zudem lassen sie sich beliebig oft lösen und exakt neu justieren, was sie für verstellbare Anschläge prädestiniert.
Normen und Standards: Stellringe DIN 705
Im industriellen Umfeld ist die Einhaltung von Normen essenziell, um Ersatzteilverfügbarkeit und Kompatibilität zu gewährleisten. Unsere Stellringe nach DIN 705 entsprechen exakt den Vorgaben des Deutschen Instituts für Normung. Werden diese Normteile verbaut, können Sie sicher sein, dass Außenmaße, Bohrungsdurchmesser und die Position des Gewindestifts bei jeder Lieferung identisch sind.
Die Norm DIN 705 definiert dabei zwei primäre Bauformen:
- Form A (Leichte Reihe): Diese Ringe haben einen kleineren Außendurchmesser und sparen Bauraum sowie Gewicht. Sie eignen sich hervorragend für Anwendungen mit begrenztem Platzangebot.
- Form B (Schwere Reihe): Diese Ausführung ist massiver konstruiert. Sie bietet eine größere Anlagefläche und mehr Material für das Gewinde, was höhere Anzugsmomente und damit eine stärkere Fixierung erlaubt.
Indem Sie Stellringe DIN 705 wählen, setzen Sie auf einen etablierten Industriestandard, der Konstruktionssicherheit bietet.
Bauformen für spezielle Anforderungen: Geteilte Klemmringe und Stellringe
In vielen Wartungsszenarien oder bei komplexen Wellensträngen ist das axiale Aufschieben eines Rings nicht möglich, da hierfür Lager oder Antriebe demontiert werden müssten. Für solche Fälle bietet unser Sortiment geteilte Ausführungen an.
Geteilte Klemmringe für die einfache Montage
Geteilte Klemmringe sind zweiteilig konstruiert und werden durch zwei gegenüberliegende Schrauben zusammengehalten. Dies ermöglicht eine radiale Montage: Die beiden Hälften werden direkt an der gewünschten Position um die Welle gelegt und verschraubt. Angrenzende Bauteile müssen nicht entfernt werden, was die Stillstandszeiten bei Wartungen drastisch reduziert. Neben dem Montagevorteil bieten zweigeteilte Ringe technisch die beste Verteilung der Klemmkraft und eine hervorragende Wuchtgüte.
Geschlitzte und geteilte Stellringe
Ähnliche Prinzipien gelten, wenn geteilte Stellringe angefragt werden. Zwar ist der klassische Stellring nach DIN meist einteilig, doch in der Praxis werden für Nachrüstungen oft Varianten gesucht, die sich öffnen lassen. Im Bereich der Klemmtechnik dominieren hier die geschlitzten Ausführungen. Sie bieten genug Flexibilität, um kraftschlüssig geklemmt zu werden. Sollten Sie spezifisch nach Ringen suchen, die wie ein Stellring aussehen, aber teilbar sind, beraten wir Sie gerne zu den verfügbaren Sonderformen, die Montagefreundlichkeit mit der kompakten Bauweise vereinen.
Werkstoffkunde: Stahl, Aluminium und Stellringe aus Edelstahl
Die Wahl des Materials entscheidet über die Langlebigkeit der Verbindung, insbesondere unter schwierigen Umweltbedingungen.
Einsatzgebiete für Stellringe aus Edelstahl
In Branchen wie der Lebensmittelverarbeitung, der Chemietechnik oder im maritimen Bereich ist Korrosionsschutz unverzichtbar. Stellringe aus Edelstahl (typischerweise V2A/1.4305 oder V4A/1.4404) widerstehen Wasser, aggressiven Reinigungsmitteln und Säuren. Sie verhindern, dass die Verbindung "festrostet", und garantieren die Einhaltung hygienischer Standards. Besonders in Abfüllanlagen oder im Außenbereich ist Edelstahl daher das Material der Wahl.
Stahl brüniert und verzinkt
Für den klassischen Maschinenbau in trockenen Umgebungen sind Stellringe aus brüniertemStahl der Standard. Brünierte Oberflächen bieten einen grundlegenden Schutz, während verzinkte Ausführungen den Korrosionswiderstand erhöhen. Diese Werkstoffe zeichnen sich durch hohe Festigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Aluminium kommt vorwiegend dort zum Einsatz, wo geringe Massenträgheit gefordert ist, beispielsweise in hochdynamischen Pick-and-Place-Anwendungen.
Größenberater: Von der Feinmechanik bis zum Schwermaschinenbau
Die Passgenauigkeit ist das wichtigste Kriterium für den sicheren Sitz. Unser Sortiment deckt daher das gesamte Spektrum ab, von Kleinstteilen für die Feinmechanik bis zu massiven Ringen für den schweren Anlagenbau.
Gängige Dimensionen: Klemmringe und Stellringe in 20mm und anderen Standardgrößen
Gewisse Wellendurchmesser haben sich als Standards etabliert. Besonders hohe Nachfrage besteht nach Komponenten für 20-Millimeter-Wellen. Sowohl Stellringe für 20mm als auch die entsprechenden Klemmringe mit 20mm Innendurchmesser finden sich in unzähligen Anwendungen. Wir halten diese Dimensionen ebenso wie andere gängige Abstufungen (z. B. 10 mm, 12 mm, 25 mm, 30 mm) in großen Stückzahlen vorrätig. Achten Sie bei der Auswahl stets auf die Toleranzpaarung (z. B. h9 bis h11), um einen sicheren Sitz zu gewährleisten.
Checkliste für die Auswahl: So finden Sie das passende Bauteil
Um Ihnen die Auswahl in unserem Onlineshop zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Entscheidungskriterien zusammengefasst:
- Oberflächenschutz der Welle: Darf die Welle keine Druckstellen aufweisen? Dann wählen Sie zwingend einen Klemmring. Ist eine Einkerbung akzeptabel, können Sie den günstigeren Stellring nutzen.
- Montagesituation: Ist das Wellenende frei zugänglich? Falls nein, benötigen Sie geteilte Klemmringe für die radiale Montage.
- Normierung: Ist die Einhaltung der DIN 705 im Lastenheft gefordert? Dann filtern Sie direkt nach unseren DIN-Normteilen.
- Umgebung: Herrscht Feuchtigkeit oder Kontakt mit Medien? Greifen Sie zu Stellringen aus Edelstahl.
- Belastung: Wirken hohe axiale Kräfte? Breite Klemmringe bieten hier meist die höchsten Haltekräfte.
Qualität und Präzision bei Normteile Leinigen
Als Ihr Partner für Befestigungstechnik verstehen wir, dass ein kleiner Ring oft über die Funktion einer ganzen Baugruppe entscheidet. Deshalb prüfen wir unsere Ware streng auf Maßhaltigkeit und Materialqualität. Ob Sie einzelne Klemmringe für den Prototypenbau oder Großserien an Stellringen für Ihre Fertigungslinie benötigen – bei uns verlassen Sie sich auf präzise gefertigte Komponenten und schnelle Lieferzeiten.